27.7.2012 Ja, zerstören könnt Ihr! Ein Schmähbrief #s21

Was geht nur in Euch vor, dass Ihr es nicht ertragt, junge Bäume wachsen zu sehen? Was müsst Ihr erlebt haben, wie hart muss Euer Herz sein, wie unmenschlich seid Ihr geworden, dass Ihr junge Bäume, die bisher niemandem im Weg stehen und an das Leben, an den wahren Fortschritt, an Kultur und Kreativität, an natürliches Wachstum gemahnen und uns Hoffnung geben sollen, in einer Nacht- und Nebel-Aktion herausreißt und auf den Müll werft?

Ja, zerstören könnt Ihr! Das habt Ihr bewiesen und beweist es ein ums andere Mal. Nicht nur, dass Ihr die Zeichen unseres Widerstands herunterreißt, herausreißt, abreißt, zerbrecht und zerstört, auch vor großen Kulturgütern und Jahrhunderte alten Bäumen habt Ihr nicht Halt gemacht. Wo ist Euer Respekt geblieben? Der Respekt vor dem Leben? Der Respekt vor dem Anderssein? Der Respekt vor der Kreativität der Natur? Der Respekt vor der Schönheit? Der Respekt auch vor dem Menschen?

Habt Ihr unserer Kreativität und unserem Protest, unseren Argumenten und unserem friedlichen Widerstand, unserer Ausdauer und unserer Hoffnung wirklich nur Zerstörung und Verfolgung, Respektlosigkeit und Wut, leere Versprechen und Hochglanz entgegenzusetzen? Oh ja, hier zeigt sich, wer die wahren Wutbürger sind! Ihr seid es, die Ihr all das nicht ertragt! Ihr seid es, die blindwütig und heimlich jedes Zeichen unseres Protestes zerstört, Plakate herunterreißt, alte Bäume zersägt, junge Bäume zertretet oder herausrupft! Ihr seid es, die Ihr freudig filmt und jauchzend kommentiert, wenn Bagger Kulturdenkmäler einreißen! Ihr seid es! Das ist Wutbürgertum in Reinkultur!

Armes Land, arme Gesellschaft, arme Natur, wenn Ihr die Oberhand gewinnt! Ich verspreche Euch hiermit, dass ich nur umso mehr Zeichen des Widerstands setzen werde, umso mehr Aufkleber klebe, umso mehr Pflanzen einsetze, umso lauter LÜGENPACK rufe, umso häufiger auf die Straße gehe, umso entschlossener gegen diesen Stuß ankämpfe und mich umso unnachgiebiger für eine lebenswerte Stadt, eine offene Gesellschaft und einen respektvollen Umgang mit der Natur einsetzen werde! Alles könnt Ihr zerstören, uns nicht!

Oben bleiben!

 

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55 Antworten zu 27.7.2012 Ja, zerstören könnt Ihr! Ein Schmähbrief #s21

  1. Arnold schreibt:

    @VegaIhr Problem mit Engelhardt ist, dass Sie versuchen etwas herauszulesen, das der Bericht nicht hergibt.Engelhardt macht keine Aussage zu Zufahrtsgleisen.Es gibt für jeden Bahnhof eine Reihe von leistungslimitierenden Faktoren. Herr Engelhardt differenziert in diesem Zusammenhang nur die Anzahl der Bahnsteiggleise. Alle anderen Faktoren inklusive der Zufahrtsgleise verschwinden in einer schwarzen Schachtel. Wenn die Anzahl der Zufahrtsgleise so gering ist, dass sie die Kapazität des Bahnhofs mehr beeinträchtigen als die Anzahl der Bahnsteiggleise, fallen diese Bahnhöfe in der Leistung pro Gleis ab und gehören nicht mehr zu den leistungsfähigsten Bahnhöfen (wohl gemerkt es wird immer die Leistungsfähigkeit pro Bahnsteiggleis gemessen nicht die absolute). Dies gilt auch für alle möglichen anderen Faktoren, die in einer Simulation nie berücksichtigt werden können.Die Stärke in Engelhardts Bericht liegt in genau dieser Tatsache.Die Aussage des Berichts ist nun: Die Bahnhöfe, die in der Praxis die geringsten limitierenden Faktoren (inklusive der Zufahrtsgleise) haben, können kaum mehr als 4 Züge pro Stunde und Gleis bewältigen. Beachten Sie, dass S21 stets mit den besten Bahnhöfen verglichen wird. Herr Engelhardt hat die Bahn aufgefordert, eine Eigenschaft von S21 zu nennen, die diesen Bahnhof über alle anderen heraushebt und eine höhere Leistungsfähigkeit als diese erwarten lässt. Die Bahn konnte (oder wollte??) ihm keine nennen.Diese Zahl, von 4 Zügen pro Gleis und Stunde sind also auch keine echte Aussage über die tatsächliche Leistungsfähigkeit von S21 es ist eine Abschätzung was, realistischer weise unter Berücksichtigung auch der limitierenden Faktoren die keine Simulation erfasst, maximal zu erwarten ist. Man hätte nun auch noch eine zweite Studie machen können, die die Zufahrtsgleise betrachtet (Anstelle der Bahnsteiggleise) Diese Studie hätte eine Limitierung pro Zufahrtsgleis ergeben. Würde diese Limitierung für S21 höher ausfallen, als die Limitierung durch Bahnsteiggleise, ergäbe sich dennoch keine Verbesserung, da natürlich immer die kleinere Zahl das entscheidende Kriterium ist; es sei denn, man könnte zeigen, dass irgend ein Merkmal S21 über alle anderen Bahnhöfen heraushebt.

  2. Vega schreibt:

    @ ArnoldDas kann ich erstmal unterschreiben, was sie geschrieben haben. Der neue Durchgangsbahnhof in Stuttgart hat genauso viele Zu- und Abfahrtsgleise. Der leistungslimitierende Faktor wäre hier also 1, d.h. es ergibt sich durch die Zufahrtsgleise keine Leistungsminderung. Mehr Zufahrtsgleise würden keine Leistungssteigerung mehr bedeuten, denn dann würde der Bahnhof selbst zum „Flaschenhals“ werden. Ich habe bereits gesagt, dass ich zu Hamburg-Harburg und anderen leistungsstarken Bahnhöfen keine Informationen über Zu- bzw. Abfahrgleise. Das wäre wirklich hochinteressant zu erfahren, ob hier auch genauso viele Zu- wie Endgleise vorhanden sind. Des Weiteren kann man sagen, dass neuere Bahnhöfe generell bessere Strukturen aufweisen und sich daher an der Leistungsspitze befinden (S21 wie K21).Jetzt mein Hauptkritikpunkt an Engelhardt, der die Darstellung betrifft. Die rechte Y-Achse ist um den Faktor 1,44 verzerrt. Man sieht schon bei bestehenden Durchgangsbahnhöfen, dass hier eine größere Streuung besteht. Wenn man jetzt also annimmt, dass sowohl K21 als auch S21 um den gleichen Faktor besser sind als der beste Kopf- bzw. Durchgangsbahnhof, dann liegt der rote S21-Punkt 1,44-mal weiter oben als der K-21-Punkt. Die Strecke suggeriert also, weil man automatischvon einem gleichen Maßstab ausgeht, dass S21 ja viel mehr leisten müsste. Bei richtiger Darstellung würde der Abstand vom Stresstest-Punkt zum Hamburg-Punkt auf 70% zusammenschrumpfen.Eine wirklich gute Täuschung. Nichtsdestoweniger glaube ich auch, dass 60 Züge pro Stunde ins Reich der Phantasie gehören. Das wird sicherlich nicht möglich sein.

  3. dichtbert schreibt:

    Einfältige Klötze aus Beton & Glas als Stadtentwicklung zu bezeichnen offenbart die völlig kranke Denke der S21 Befürworter. Etwas anderes kann Stuttgart seit Jahren nicht bieten und wird es weder im sog. Rosensteinquartier noch sonstwo bieten. Die nächsten Einkaufszentren sind gerade im Bau und aufm A1 haben wir die perfekte Vorschau, was uns erwarten wird. Seelenlose, baum & menschenleere Betonwüsten, die an allen Ecken mit Videokameras überacht werden und sich im Sommer auf Sahara-Niveau aufheizen (gleiches Bild aufm Pragsattel oder beim ehemaligen Südmilchgelände. Wer hat euch Prolern eigentlich so weh getan, dass Ihr allen übrigen Menschen so etwas scheussliches aufzwängen wollt? In diesem Sinne: Oben Bleiben!

  4. Vega schreibt:

    @ dichtbertWenn man keine Argumente hat, kommt Polemik ins Spiel. Das A1-Quartier war immer für eine dichte Bebauung ausgelegt, andere Quartiere dagegen nicht. Das ist doch die typische Palmer-Leier: einfach so tun, als ob auf das freiwerdende Areal nur LBBW-Gebäude kämen. Viel besser als in ihrem Schreckensszenario ist natürlich eine Stadt, die in ihrem halbem Durchmesser von einem meterhohen Gleisberg durchschnitten ist.

  5. dichtbert schreibt:

    @Vega na Hoppla, und Sie glauben Argumente zu haben? Stuttgart Nord und Ost werden immer durchschnitten bleiben, egal ob mit oder ohne Gleise. Oder haben Sie insider Informationen, dass die künftig 6 spurige B27 (auch als Heilbronner Str. bekannt) verschwindet oder tiefergelegt wird? Die Kunden des ECE werden mit dem Helikopter angeflogen? Wozu dann die die 1200 zusätzlichen Parkplätze? Und wenn wir schon beim „durschneiden“ sind, dann sollten Sie zur Kenntnis nehmen das künftig Stuttgart Mitte durch einen 8 m hohen Wulst ( + 4 m Glubschaugen) durschnitten sein wird. Das wäre dann ihr heissgeliebter „Tiefbahnhof“. Aber Sie können ja ein aktives Zeichen setzen und Ihren Wohnort in die Pariser-Hinterhöfe verlegen. Die suchen händeringend nach Mietern, die sich die Staubhölle 10 Jahre + X freiwillig antunwollen. Solche Opfer müssen für den Fortschritt schliesslich gebracht werden. Oder sollen die Wohnungen, die ja jetzt schon z.T. bezugsfertig sind 10 Jahre + X leerstehen? Wohnen Sie denn überhaupt in Stuttgart?

  6. Vega schreibt:

    @ dichtbertSie kommen doch einfach so von der Seite und geben ihren Senf ab. Es ging hier die letzten Tage eigentlich nur um die Leistung von S21. Das ist der eigentliche Knackpunkt. Sie scheinen noch nicht so weit in Deutschland herumgekommen zu sein, sonst würde sie nicht auf die Idee kommen, die B27 als zerschneidendes Element zu bezeichnen. Sie ist das weder aufgrund ihrer Breite noch aufgrund ihrer Lage. Und selbst wenn, wäre das immer noch kein Grund, das Gleisvorfeld nicht zu entfernen. Ich komme aus der Region Stuttgart und sie sind für mich ein Paradebeispiel, warum viele Leute (aus der Stuttgarter Innenstadt, ich weiß jetzt nicht wo sie herkommen) gegen S21 sind, und zwar nur weil sie langjährigen Baulärm und ein erhöhtes Verkehrsaufkommen fürchten. Wenn in den nächsten Jahren das Verkehrsaufkommen weiter steigt, wird Stuttgart so oder so ein Problem bekommen, ob jetzt mit einem Einkaufszentrum mehr oder weniger ist da egal. Der „Wulst“ den sie erwähnt haben, wird nicht mal 0,5 km lang sein, das Gleisvorfeld ist 3 km lang. Außerdem ist der „Wulst“ sicher einfacher zu überqueren als ein Gleisvorfeld. Ihnen sollte auch bekannt sein, dass es vor allem am Bahnhofsturm ebenerdige Durchgänge geben wird.

  7. dichtbert schreibt:

    @vega „Ich komme aus der Region Stuttgart“ … alles klar! Ich bin in Stuttgart geboren, aufgewachsen, arbeite und will hier leben. Menschen Ihrer Kategorie wollen also den in der Stadt lebenden Menschen wie mir erzählen was gut für sie ist? An 53 Tagen im Jahr werden sämtliche Luftbelastungswerte deutlich überschritten. Und Sie haben völlig recht, ich kritisiere völlig eigennützig und aus egoistischen Motiven, dass ich wie viele andere auch, ein Recht darauf habe, dass sich die Luft „HEUTE“ (und nicht erst evtl. in 20 Jahren) in der Stadt verbessert. Aber wie gesagt, Sie kommen ja aus der „Region“. Für mich grenzt es an Körperverletzung, wenn Menschen, wie die Projektbefürworter, für die Luft wichtige Bäume sinnlos abholzen lassen um im Gegenzug tausende LKWs in die Stadt zu entsenden. Und all das, um einen Bahnhof zu bekommen, der kleiner ist wie der bestehende, aber dafür wesentlich teurer??? Aber Ihnen geht es ja nicht ums Bahnfahren, sondern um den Städtebau oder war es umgekehrt? Bei Menschen die dermaßen Faktenresistent sind bringe ich die Vorlieben gelegentlich durcheinander. Was glauben Sie eigentlich was während der Bauzeit von 10 Jahren + x in Bad-Cannstatt (Ecke B10/Wilhelma) los sein wird. Dort ist jetzt schon jeden Abend Superstau. Nun versuchen Sie sich mal genau an dieser Stelle 3 Großbaustellen vorzustellen. Das sprengt selbst Ihr Vorstellungsvermögen. Aber hoffen wir doch einfach alle das Beste, den wie ein prominenter Befürworter schon sagte: „Auf dem Projekt liegt Gottes Segen“. Projektbefürworter sind für mich übrigens ein Paradebeispiel, für ideologisch verblendete, obrigkeitshörige Lemmige, die beim glauben an das unendliche Wirtschaftswachtum ihren Verstand an der Garderobe abgegeben haben… oder ihnen ist nur daran gelegen maximalen Profit aus diesem Irrsinn zu ziehen. Den Schaden, den die Allgemeinheit dabei erleidet und das chaos, welches man dabei hinterlässt ist dabei völlig egal. Zum Glück kann ich mir meine Geschäftspartner raussuchen und muss mir nicht die Finger an so einer widerlichen Abzocke schmutzig machen.

  8. Vega schreibt:

    Sie sind doch faktenresistent. Mit keinem Wort haben sie bisher widerlegt, dass der neue Durchgangsbahnhof leistungsfähiger ist als der jetzige. Aber Hauptsache die Parole „Rückbau der Schiene“ verwenden.“Für mich grenzt es an Körperverletzung, wenn Menschen, wie die Projektbefürworter, für die Luft wichtige Bäume sinnlos abholzen lassen…“ Wie viele Bäume waren denn das bitte bisher? 200 im Mittleren Schlossgarten? Für K21 müssten auch sehr viele Bäume gefällt werden, alles nicht so schlimm?“Menschen Ihrer Kategorie wollen also den in der Stadt lebenden Menschen wie mir erzählen was gut für sie ist?“Wenn ich mich nicht ganz täusche war die Stadt Stuttgart mehrheitlich für das Projekt. „Projektbefürworter sind für mich übrigens ein Paradebeispiel, für ideologisch verblendete, obrigkeitshörige Lemmige, die beim glauben an das unendliche Wirtschaftswachtum ihren Verstand an der Garderobe abgegeben haben“Mit Leuten wie ihnen hat es überhaupt keinen Sinn zu diskutieren. Das ist nur Zeitverschwendung. In der Stadt Stuttgart gab es eine Mehrheit, Punkt. Wenn sie das nicht ertragen können, ziehen sie doch nach Freiburg oder sonstwohin. Für mich sind S-21-Gegner übrigens ein Paradebeispiel linker Antidemokraten (Rockenbauch, Stocker), die nur ihre eigene Meinung gelten lassen. Volksabstimmung, Stresstest ist ja alles Betrug, weil es gar nicht stimmen kann. Zuerst ist man gegen S21, weil es ja ein „kapitalistisches“ Projekt ist und dann wird händeringend nach irgendwelchen abstrusen Argumenten gesucht, warum „K21“ viel besser ist. Schönen Gruß und die nächsten 10 Jahre nicht zu sehr aufregen.

  9. ElisabethHD schreibt:

    Oje, oje! Hier wird ja ordentlich geholzt!@Vega: Sie kritisieren, dass „viele Leute gegen S21 sind, und zwar nur weil sie langjährigen Baulärm und ein erhöhtes Verkehrsaufkommen fürchten.“Ja, das ist doch das gute Recht eines jeden, dass er sich zur Wehr setzt, wenn seine Lebensqualität beeinträchtigt wird! Das ist eine Art von Enteignung, und die ist nur zulässig, wenn es dem Gemeinwohl dient. Und der Nachweis, dass S21 der Allgemeinheit nützt, ist bisher nicht erbracht.Dann schreiben Sie: „In der Stadt Stuttgart gab es eine Mehrheit, Punkt.“Ein knappes Drittel der Stuttgarter hat für das Kündigungsgesetz gestimmt, ein gutes Drittel dagegen, das letzte Drittel hat gar nicht abgestimmt. Die Mehrheit ist also relativ und ziemlich knapp.Rein verfassungsrechtlich ist dieses Referendum sowieso völlig belanglos, weil es am Quorum gescheitert ist und keinerlei Rechtswirkung hat. Aber selbst wenn es einen gültigen Volksentscheid FÜR S21 gegeben hätte, hieße das nicht „Punkt, aus, Ende der Debatte“. Denn selbstverständlich gibt es weiterhin das Recht der Minderheit auf Opposition, und selbstverständlich ist jede Entscheidung revidierbar und sollte grundsätzlich überprüft werden, wenn Fakten auftauchen, die zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht bekannt waren. (Aber wahrscheinlich ist Ihnen sowieso klar, dass die Volksabstimmung NICHT das Ende der Debatte bedeutet, sonst würden Sie hier nicht schreiben.)@Dichtbert: Prügeln Sie Vega nicht so arg, denn immerhin scheint er wissbegierig zu sein, und das unterscheidet ihn schon positiv vom großen Rest der S21-Fans, und außerdem müssen Sie als Stuttgarter ja irgendwie mit den Pro-lern der Region halbwegs vernünftig kommunizieren.(Ok, ich hab gut reden, ich lebe in Baden, wo es kaum S21-Fans gibt, sondern nur CDU-ler, die aus Parteitreue am 27.11.11. mit „Nein“ gestimmt haben.)

  10. dichtbert schreibt:

    @Vega … ein ganz großes ROFL! Sie sind sogar der Prototyp für einen S21 Befürworter. Keine Ahnung, und davon extrem viel! Rechnen können Sie schon zweimal nicht. Ich kann es, und habe als Betriebswirt nebenbei auch noch Ahnung von Wirtschaft. Eine unbequeme Nachricht hab ich für Sie noch, da Sie ja diese sog. Volksabstimmung ansprechen, die in Stuttgart so niemand haben wollte (in Stuttgart selbst, ohne Aussenbezirke, gabs trotz der massivster Propagnda und finanzieller Ungleichheit sehr wohl eine Mehrheit für den Ausstieg): Für mich hat diese seltsame Abstimmung, wie für viele andere Stuttgarter auch NULL Relevanz denn: 1.) wollte von uns niemand eine landesweite Abstimmung 2.) hatte die Bahn im Vorfeld bereits angekündigt unabhängig vom Ergebnis vom Baurecht gebrauch zu machen und 3.) sind bis heute die Prämissen für diese Abstimmung nicht efüllt => Kosten- & Planungstransparenz! Da Sie ja so super schlau sind, können Sie mir sicher beantworten, wie die Leute über eine Finanzierungsfrage abstimmen können, ohne die wirklichen Zahlen zu kennen? Aber da Sie ja nicht rechnen können (zumindest, so dass etwas wirtschaftliches dabei herauskommt) treffen Sie vermutlich täglich Entscheidungen finazieller Natur, ohne die exakten Preise zu kennen. Quasi ein täglicher Blindflug 😉 Der Betrugsvorwurf beim sog. Stresstest steht übrigens zurecht noch immer im Raum und konnte von der Bahn in keinsterweise widerlegt werden. Wenn die Bahn das könnte, würde sie es mit Sicherheit machen. Damit beschäftigt sich jetzt hoffentlich zum ersten mal ein Gericht, welches die Bahn endlich dazu zwingt reelle Zahlen und Verträge zu präsentieren. Wenn Menschen nämlich für so einen Schwachsinn enteignet werden sollen, sollte in einem Rechtsstaat die Begründung dafür nicht anhand von Begriffen wie „Fortschritt“, „Arbeitsplätze“ und „Parteizugehörigkeit“ geliefert werden. Ich habe übrigens weder mit Herr Rockenbauch, noch mit Herrn Stocker etwas zu tun. Ich kann im Gegensatz zu Ihnen eigenständig denken. Sie sind für mich der Beweise, das es wirklich Menschen gibt, die am Ende nicht begreifen werden, wieso dieses Murksprojekt gescheitert ist.

  11. dichtbert schreibt:

    @ElisabthHD schönen Gruß nach Baden. Viele Badener sind eben vernünftiger, als die möchtegern „Region-Stuttgarter“ 🙂 Im Grunde ist es Zeitverschwendung mit diesen Typen zu kommunizieren. Das ist die Standard-Denke kombiniert mit den Standard-Märchen der IG-Bürger, IG-Bürgerwehr und IG-Sonstwer Bübchen. Das kannst Du alles auf unzähligen Beiträgen in ihrer bunten, kleinen Facebookwelt hundertfach nachlesen oder eben im Turmforum (alternativ auch im Lügenmobil). Völlig zwecklos zu glauben, dass sich so jemand irgendwann mal mit echten Fakten auseinandersetzt. Die werden später die Ersten sein, die schreien (und zwar in vorderster Front), wenn sich der Berufsverkehr bis ins Remstal hinausstaut. Insgesamt bin ich allerdings guter Dinge, dass dieses Ding niemals gebaut wird. Beim Auftrag für das erste zu erstellende Bauwerk haben sich bereits 2 Firmen verhoben und die dritte ist jetzt ein Erdaushub/Abrissunternehmen … alles andere war biserher nur Zerstörung. Auf der Baubrache im MSG wird noch herumexperimentiert, was für mich bedeutet, die haben nicht geringste Ahnung davon, was sie im Untergrund erwarten wird. Für mich ein sehr krasser Widerspruch zu dem was die Befürworter immer behaupten: Alles seit 16 Jahren geplant & beschlossen von den Besten Ingenieuren – MegaLOL – Haben die 16 Jahre in der Nase gebohrt oder wieso muss überall umgeplant werden? Wir haben in Stuttgart mit der Parkzerstörung einen sehr hohen Preis bezahlt, aber ich bin mir sicher, dass das Dicke Ende für diejenigen, die so etwas befürworten bzw. vorangetrieben haben noch kommen wird. In diesem Sinne: Oben Bleiben 🙂

  12. Vega schreibt:

    @ ElisabethHDWie es in den Wald hineinschallt… Mit Leuten wie Arnold kann man ja wenigstens noch diskutieren, aber bei Leuten mit dem bezeichnenden Namen „dichtbert“ hat es überhaupt keinen Sinn. Man kann bis zum St. Nimmerleinstag diskutieren; Fakt ist: Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart sind für das Projekt. Schöne Grüße und mal sehen, ob sie in 10 Jahren immer noch der gleichen Meinung sind.

  13. dichtbert schreibt:

    @vega btw. ich verstehe Ihre ganze Aufregung überhaupt nicht. Ich meine es wird doch gebaut und alles läuft nach Plan. Alle Baugenehmigungen liegen vor und ganz BW ist dafür. Warum müssen Sie überhaupt noch diskutieren? Ihr Projektsprecher Dietrich hat doch allen versichert: 2019 wird der ICE in den Tunnelbahnhof einfahren, ich meine was soll da noch schief gehen. Und geplant haben die besten Ingenieure der Welt (deutsche Ingenieurskunst) *ROFL* In diesem Sinne wünsche ich ihnen ein heiteres „Weiterärgern“ … alles wird gut 🙂

  14. Arnold schreibt:

    Für alle, die der Diskussion hier folgen wollen hier nochmal der Link auf den sich unsere Diskussion bezieht:http://www.kopfbahnhof-21.de/fileadmin/downloads/presseberichte/ERI_6_2011_en. @VegaIhre Schlussfolgerungen (12 Diskussionsbeiträge höher) entlocken mir mitunter ein Schmunzeln. Es wird in Engelhardts Darstellung nichts verzerrt und es wird nicht getäuscht.Engelhardt vermutet 3,25 Zügen pro Gleis und Stunde für K21 und somit Faktor 1,08 mehr als London Waterloo Station.Würde man diesen Faktor von Hamburg hochrechnen käme man in der Tat für S21 auf 36 Züge pro Stunde (4,55 Züge pro Gleis und Stunde). Nur übersehen Sie dabei, dass es keinen Grund gibt weshalb S21 mehr leisten können sollte als Hamburg Hbf. Im Gegenteil: Die Schräglage von 1,5% die die Züge zu langsameren Einfahrten als bei ebenen Bahnhöfen zwingt, würde eher nahelegen, dass S21 weniger schafft. Zudem hat Boris Palmer beim Faktencheck aufgezeigt, dass das Bahnhofsumfeld mit S21 aufgrund einiger Gleiskreuzungen nicht ideal ist. Insofern ist es sogar eine optimistische Prognose bei S21 die gleiche Leistungsfähigkeit wie bei Hamburg Hbf anzunehmen. Für K21 spricht jedoch das Tunnelgebirge, welches einzigartig ist. Diese ganzen Gedanken führt Engelhardt in seiner Publikation auf. Insofern erstaunt es mich, dass ich hierzu noch etwas schreiben muss.Sie schreiben an „dichtbert“ : „Mit keinem Wort haben sie bisher widerlegt, dass der neue Durchgangsbahnhof leistungsfähiger ist als der jetzige.“Ich dachte, ich hätte dies in aller Ausführlichkeit getan. Ich gehe davon aus, dass auf Grund der vorliegenden Information nun davon ausgegangen werden kann, dass K20 leistungsfähiger ist als es S21 sein wird. Muss „dichtbert“ den Beweis nochmals führen?Noch ein Wort zur Volksabstimmung. Die Öffentlichkeit (d.h. Die Mehrzahl der Bürger in BW) geht davon aus, dass S21 mehr leisten wird als K20 oder gar K21. Die Menschen glauben, dass S21 kaum mehr 4,5 Mrd. Euro kosten wird, dass der Bund dem Land nur wegen S21 1,5 Mrd. Euro zuschießen wird die wir sonst nicht bekämen und dass ein Abbruch der Bauarbeiten das Land noch teurer käme, als weiter zu machen. Wer sich mit dem Thema befasst hat weiß, dass dies alles Lügen sind, die von den Medien verbreitet wurden. Die Menschen haben sich gegen den Ausstieg entschieden und dies war nicht das erste mal, dass sich das Wahlvolk täuschen lies. Muss, ja kann man unter diesen Umständen wirklich schweigen und die Stimme der Mehrheit anerkennen?Mich selbst bekümmert noch etwas anderes: Die Bahn muss nun unbedingt sparen sparen und nochmals sparen um die 4,5 Mrd. Euro Grenze einzuhalten. Meine Erfahrung: Ich habe gebaut und den billigsten Klempner genommen. Nach einem Monat stand mein Keller unter Wasser. Die Firma in der ich arbeite hat gebaut und den billigsten Fliesenleger genommen. Nach einem Monat war ein Großteil der Fliesen zersprungen. Die Bahn bohrt Tunnel durch ausgelaugten Gipskeuper und unter wertvollen Mineralwasserströmen hindurch ..† † †

  15. Arnold schreibt:

    Nachtrag: Der von mir angeführte Link ist nicht vollständig. Hier nochmal komplett:http://www.kopfbahnhof-21.de/fileadmin/downloads/presseberichte/ERI_6_2011_en

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