Womit haben wir das verdient, Herr Braun?

Lieber Herr Braun,

eigentlich sind wir von Ihnen guten, also gut recherchierten und neutral bzw. korrekt dargestellten Journalismus gewohnt – und: ich war froh, dass es noch jemanden wie Sie bei der Stuttgarter Zeitung gibt. Gestern nun durften wir in der Print-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung einen Artikel lesen, bei dem Sie Co-Autor waren und der die von Ihnen eigentlich gewohnte Qualität doch sehr vermissen ließ. Darüber hinaus lancierten Sie in der Online-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung mindestens zwei weitere Artikel, die nicht minder tendenziös waren. Insgesamt wurden gestern vier Artikel veröffentlicht, die sich alle mit dem Thema „Aktionsbündnis“ / „Spaltung“ / „Montagsdemo“ beschäftigten. Die Überschriften lauteten „Provokationen sind kontraproduktiv“, „Bündnis steht vor der Zerreißprobe“, „BUND: Tendenz zum Ausstieg“ und „Aktionsbündnis distanziert sich“.

Womit haben wir diese große Aufmerksamkeit der StZ verdient?

Es gibt mehrere Punkte, auf die ich Sie hinweisen möchte:

  • Wie Sie vielleicht inzwischen auch erfahren haben, war das „Positionspapier“, auf das Sie sich berufen, ein Papier aus grüner Feder, das in keinster Weise eine offizielle Stellungnahme des Aktionsbündnisses darstellt. Inzwischen gibt es ja auch eine Gegendarstellung des Sprechers des Aktionsbündnisses, der Ihre Darstellung als falsch entblöst. Ein kurzer Anruf bei diesem Sprecher hätte eine derat diffamierende Falschdarstellung in der Print-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung verhindern können. Ich gehe davon aus, dass Sie bewusst nicht zum Hörer gegriffen haben und daher bewusst die Situation in dieser Form dargestellt haben. Hingegen war es für Sie ein Leichtes, Herrn Wölfle und Herrn Schairer ans Telefon zu bekommen und diese in langen Passagen und an vielen Stellen zu zitieren. Seriös ist das nicht! Dürfen wir wohl auf eine Richtigstellung hoffen?
  • Wenn Sie sich Ihre Recherchen und die aktuelle Situation ansehen, muss man zu dem Schluss kommen, dass nicht der Widerstand vor einer Zerreißprobe steht, sondern wenn überhaupt das sogenannte „Aktionsbündnis“ selbst. Dieses Bündnis besteht aus vielen verschiedenen Gruppierungen, Verbänden und Parteien mit sehr unterschiedlichen Interessenlagen, es war nie eine offizielle Vertretung „des Widerstands“, sondern immer eine Interessenvertretung der in ihm organisierten Institutionen. Die teilweise widerstreitenden Interessenlagen innerhalb des Aktionsbündnisses und die Reaktionen anderer Mitglieder des Aktionsbündnisses auf das grüne Positionspapier legen es nahe, dass innerhalb dieses Bündnisses der Haussegen schief hängt – und wenn überhaupt das Aktionsbündnis selbst vor einer Zerreißprobe steht. Mit „den Parkschützern“ (wer auch immer das ist) oder „dem Widerstand“ hat das alles eher wenig zu tun. Für „den Widerstand“ ist es im Übrigen ziemlich gleichgültig, ob es ein derartiges „Aktionsbündnis“ gibt oder nicht. Schade, dass Sie und Ihre Zeitung sich so leicht und unreflektiert instrumentalisieren lassen für Wahlkampfzwecke gewisser Parteien im Vorfeld der Kommunalwahl.
  • In Ihren Berichten und Kommentaren sprechen Sie immer wieder die Montagsdemos an und die Demonstrationszüge auf nicht genehmigten Routen. Auch hier muss man Absicht unterstellen, dass Sie an keiner Stelle erwähnen, dass diese Spontandemonstrationen weniger mit Stuttgart 21 zu tun haben, sondern viel mehr durch das VGH-Urteil ausgelöst wurden, das die Versammlungsfreiheit in einem ungehörigen Maße einschränkt. Nicht umsonst war bei den letzten Spontandemonstrationen kein S21-Frontbanner zu sehen, sondern eines für Versammlungsfreiheit – ich glaube mich zu erinnern, sogar in Ihrer Zeitung entsprechendes Bildmaterial gesehen zu haben. Es gibt im Zusammenhang mit dem Bau von Stuttgart 21 keinen Grund, „wilde“ Demonstrationen zu veranstalten – und es gab sie meines Wissens auch so gut wie nicht. Hätte die Stadt, hätten Herr Kuhn und Herr Schairer die Situation so belassen, wie sie seit über 200 Wochen (!!) war und an die sich im übrigen die Stuttgarter bestens gewöhnt hatten, wäre es niemals zu derartigen Reaktionen gekommen. Es geht hier um die Verteidigung von Grundrechten, nicht um Stuttgart 21. Darüber hinaus stellen Sie die Spontandemonstrationen so dar, als ob ein kleiner, harter, verborter Kern wie wild über die Straßen zieht und bewusst Autos blockiert. Darf ich auch Sie daran erinnern, dass diese Demonstrationszüge jeweils von circa 1.000 Menschen gebildet wurden! Dass 1.000 Menschen nicht durch die Stadt ziehen können, ohne den Verkehr zu behindern, sollte klar sein. Diese vielen Menschen für das Einstehen für ihre Grundrechte derart zu diffamieren, ist unredlich!

Fazit: Schade um das Papier, auf dem Ihr Artikel gedruckt wurde. Schade um die Energie, die Ihre Online-Artikel verbrauchen. Ich hoffe, dass wir zukünftig wieder Qualitätsvolleres aus Ihrer Feder lesen dürfen.

Oben bleiben!

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27 Antworten zu Womit haben wir das verdient, Herr Braun?

  1. dichtbert schreibt:

    Danke für diesen tollen Kommentar! Ich als Projektkritiker, der sich wie viele andere auch, nicht zu einem „Harten Kern“ zählt, sondern vielmehr als einen entschlossenen Bürger sieht, der diesen Riesenbetrug aufgeklärt haben möchte, kann alle hier aufgeführten Punkte unterschreiben. Da sich die Stuttgarter Zeitung in Peson von Herrn Dorfs schon vor Jahren für dieses Projekt ausgesprochen hat, erwarte ich eigentlich nicht besonders viel von diesem Blatt. Die erwähnten Artikel untermauern meine Erwartungshaltung. Zeitungen wie z.B. die Kontext-Wochenzeitung machen es vor, wie Journalismus geht, den man als solchen auch ernst nehmen kann. Es gibt immer Alternativen und die wird es auch bei der Kommunalwahl abseits von der grünen Partei und der CDU geben. Oben Bleiben!

    • Esky Bail schreibt:

      Dichtbert,
      ganz zu Anfang war es Adrian Zielke, der geäußert hat….. ohne uns …die Stuttgarter Zeitung… hätte es Stuttgart 21 nicht gegeben (so aus der Erinnerung). Sieht so die Unabhängigkeit aus? Vielleicht ist es das Ergebnis von dem Prozess gegen die Stuttgarter Zeitung, welches Herrn Braun neu erwurschtelt hat. Das Kommunikationsbüro und Herr Dietrich werden Freudensprünge machen.

      • Interessierter schreibt:

        „ohne uns …die Stuttgarter Zeitung… hätte es Stuttgart 21 nicht gegeben“

        Was schreiben Sie hier denn für einen Unfug?
        Eine solche Äußerung gab es nie, diese Behauptung stammt vielmehr aus irgendeiner Phantasie.
        Sie sollten versuchen, die Realität und Ihre Tagträume zu trennen.

      • dichtbert schreibt:

        Stimmt natürlich Esky, den Prozess hatte ich schon fast verdrängt. Das könnte also passen.

      • T. Neuhaus schreibt:

        @ Interessierter

        Immer schön die Wahrheit leugnen und verdrängen nicht wahr?

        Der damalige Ressortleiter Außenpolitik Adrian Zielcke schrieb am 27. Februar 2010 in einem Artikel der STZ, dass „ohne die Zustimmung der Stuttgarter Zeitung zu diesem Großprojekt…Stuttgart 21 nie gebaut werden würde.“

        Zitiert nach: Zielke, Adrian: Der unheilbare Mangel, In: http://www.sz.de, URL http://www.sueddeutsche.de/kultur/umstrittenes-bahnprojekt-stuttgart-und-der-unheilbare-mangel-1.1013415.

        und

        eine Aussage des ehemaligen Chefredakteurs der STZ, Uwe Vorkötter, der eingestand, es sei ein Fehler gewesen, „S21 zu STZ 21 zu machen.“

        Zitiert nach: Ders., S.37

        Aber halten Sie schön weiterhin Ihren Regenschirm hoch und träumen vom neuen Herz Europas mitten in der spießigen schwäbischen Provinz. Ende und aus.

      • dichtbert schreibt:

        @T. Neuhaus Danke für die Quelle. Hab das nämlich auch genau so in Erinnerung. Ich vermute hinter dem angeblich „Interessierten“ versteckt sich irgendein „Klartext, Aufmerksamer Leser, dan cortez“ oder ein anderer Lohnschreiber-Account, dessen einziges Ziel darin besteht gezielte Desinformation zu betreiben.

      • Der Bodenseeher schreibt:

        Herr Neuhaus,
        bei so viel Arroganz in Ihrem Kommentar schaue ich doch mal genauer hin:
        In Ihrer Referenz aus der Sueddeutschen Zeitung findet sich überhaupt keine derartige Aussage bzgl STZ. In Ihrer Referenz der taz findet sich ihr Zitat, aber der Author relativiert es in den nächsten Sätzen. Sie haben es also aus dem Zusammenhang gerissen und damit verfälscht. Jeder möge sich selbst überzeugen. Zudem sagt Ihr Zitat “ ohne die Zustimmung der Stuttgarter Zeitung zu diesem Großprojekt…Stuttgart 21 nie gebaut werden würde“ etwas anderes als die von von dichtbert behauptete Aussage „ohne uns …die Stuttgarter Zeitung… hätte es Stuttgart 21 nicht gegeben“ Die ist völlig daneben.
        So fallen Ihre eigenen Worte „Immer schön die Wahrheit leugnen und verdrängen nicht wahr? “ auf Sie selbst zurück,
        meint
        Der Bodenseeher

      • dichtbert schreibt:

        @Der Bodenseeher “ohne uns …die Stuttgarter Zeitung… hätte es Stuttgart 21 nicht gegeben” das Dumme ist eben nur, dass ich dieses Zitat nicht zitiert habe. Wenn Sie schon „genauer hinsehen“ wollen, dann sollten Sie zumindest Ihre Brille benutzen oder sind Sie mit den Beiträgen hier etwa überfordert? Aber bitte ich liefere Ihnen die gesuchte Passage. Sie kommt nämlich von der Stuttgarter Zeitung selbst.

        Zitat: „Die Stuttgarter Zeitung hat schon lange eine klare Haltung zu Stuttgart 21: Wir sehen das Vorhaben positiv, weil wir in dem Ausbau der Schieneninfrastruktur eine große Chance für die Stadt, für die Region und das Land sehen. “

        Also wenn das kein Bekenntnis zu diesem Projekt ist, was dann?

        Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-die-zeitung-muss-stellung-beziehen.5a0faf77-146e-4e7c-be2f-fef7a5028ecb.html

      • dichtbert schreibt:

        Nachtrag:
        ergänzt man dieses Statement der Stuttgarter Zeitung mit dieser Festellung von Lobbycontrol (http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgarter_Zeitung), dann ergibt sich zumindest sinngemäß etwas, was dem hier entspricht

        „ohne uns …die Stuttgarter Zeitung… hätte es Stuttgart 21 nicht gegeben“
        mit dem ja eigentlich dieses Zitat gemeint war:
        „Ohne die Zustimmung der Stuttgarter Zeitung zu diesem Großprojekt würde, so vermute ich einfach einmal, Stuttgart 21 nie gebaut werden“,

        Adrian Zielke, Ressortleiter Außenpolitik der Stuttgarter Zeitung am 27. Februar 2010[5]

        Quelle https://lobbypedia.de/index.php/Stuttgarter_Zeitung

        Zumindest für Menschen 1+1 zusammenzählen können und zudem mit einem gesundem Menschenverstand ausgestattet sind, sollten solche Verstrickungen aufhochen lassen.

      • Der Bodenseeher schreibt:

        dichtbert,
        ich sehe nicht, wo Sie mir Ihr Gedächtnis-Zitat nachgewiesen hätten. Die STZ hat erklärt, daß sie als Zeitung S21 positiv für die Stadt sieht. Sie behaupten, Der Chefredakteur hätte sinngemäß gesagt “ohne uns …die Stuttgarter Zeitung… hätte es Stuttgart 21 nicht gegeben”. Und das ist Quatsch, wie schon der „Interessierte“ bemerkt hat:
        Angenommen ich erkläre, daß ich Bier mag. Dann behaupten Sie, „Der Bodenseeher“ hätte gesagt, daß es ohne ihn kein Bier gäbe.
        Pöbeln ersetzt eben kein Argument,
        meint
        Der Bodenseeher

      • dichtbert schreibt:

        @Der Bodenseeher entweder können Sie nicht lesen oder das Gelesene nicht vestehen. Ich gebe Ihnen allerdings die Chance diese Feststellung zu widerlegen, indem Sie mir einfach den Kommentar von mir aufzeigen, in dem ich dieses (übrigens wörtlich falsche) Passage – “ohne uns …die Stuttgarter Zeitung… hätte es Stuttgart 21 nicht gegeben” – als Zitat verwendet haben soll. Bekommen Sie das gebacken oder wollen Sie lieber weiter einen auf Klassen-Clown machen?

    • Der Bodenseeher schreibt:

      dichtbert,
      Sie haben recht, das Gedächtniszitat „ohne uns …die Stuttgarter Zeitung… hätte es Stuttgart 21 nicht gegeben“ stammt von Esky, Sie haben es sich lediglich zu eigen gemacht. Ein Gedächtniszitat kann auch mal falsch sein, es ist eben kein Zitat, das ist kein Problem. Es wurde vom „Interessierten“ für falsch erklärt.
      Seitdem versuchen T. Neuhaus und Sie mit viel Arroganz und Pöbelei Eskys „Zitat“ als korrekt darzustellen. Wenn man Ihre Referenzen liest, auch Ihre zuletzt benannten, kann man nirgends entnehmen, daß die STZ zwingend notwendig für S21 war, wie das „Zitat“ behauptet. Das habe ich mit meinem Bier-Beispiel versucht klarzumachen.
      Der Bodenseeher

      • Esky Bail schreibt:

        @Interessierter
        @Bodenseeher

        Geehrte Herren des Silbenstecher-Turniers!

        Als ich meinen Kurzbeitrag spontan schrieb – hab ich – aus der Erinnerung – und das auch angedeutet – skizziert. „Inhaltlich“ sehe ich – bei nachfolgener Passage – keine Unterschiede. Wir könnten natürlich noch einen Wortklauber-Kongress veranstalten, der dann die Bedeutungen des Inhalts wissenschaftlich analysiert!

        Journalist online – vom 29.08.2010
        berichtet unter der Kopflinie

        „Kündigungen aus Protest“

        über die Stuttgarter Zeitung. Im 2. Absatz steht das Folgende:

        Vor allem die Stuttgarter Zeitung (StZ) wird scharf kritisisert, zu einseitig über das Thema zu berichten. Der ehemalige StZ-Chefreporter Josef-Otto Freudenreich zitiert in seiner gerade erschienenen Reportagensammlung „Die Taschenspieler“ aus einem Artikel des Ressortleiters Außenpolitik, Adrian Zielcke, vom Februar 2010:

        „Ohne die Zustimmung der Stuttgarter Zeitung zu diesem Großprojekt würde Stuttgart 21 nie gebaut werden.“

        Freundliche Grüße Esky Bail

      • dichtbert schreibt:

        Lustig! Sie verdrehen hier die Dinge weil Sie a) entweder nicht lesen können oder b) bewusst provozieren wollen, und werfen dann anderen „Pöbelei“ vor? Alles klar! Für mich ist diese Diskussion an dieser Stelle beendet.

  2. Esky Bail schreibt:

    Danke Zwuckelmann,
    ich war total überrascht, Herrn Braun als Co-Autor bei so einem flachen, auf politisches Kalkül abzielenden Artikel zu sehen. BLÖD hätte es nicht besser machen können. Schade – was ist nur in ihn gefahren? Vielleicht grüne Kontakte um Clarissa Seitz, die sich schon als Opfer sieht.

  3. demoschlampe schreibt:

    vielen dank zuckelmann für deinen brillianten artikel du hast noch an schärfe ein wenig zugelegt pravo. ja du kannst ja schreibenund sehr gute artikel.
    dieser herr braun hat es nicht anders verdient wenn man lügt dann haben die kurze beine und wenn man die öffentlich macht sollte man sich gut überlegen welche resonanz man zurück bekommt.
    wenn ein herr dorfs von der zeitung auch dafür ist sollte er seine mitarbeitern die wahl lassen für oder gegen s21 zu schreiben und unbequeme antworten und berichte auch zu lassen .auch sollte man bei der wahrheit bleiben sonst fliegen einem die komentare um die ohren.
    demoschlmpe

  4. Kornelia schreibt:

    Lieber Zuckelmann
    sind nicht auch wir mit merkwürdiger geistiger Blindheit (absichtlich) geschlagen?
    “ Für “den Widerstand” ist es im Übrigen ziemlich gleichgültig, ob es ein derartiges “Aktionsbündnis” gibt oder nicht.“

    aus der PR von heute zur Pofalla-Anzeige
    „Mit ihrer Strafanzeige gegen Roland Pofalla unternehmen die Anzeigeerstatter Peter Conradi, Dr. Eisenhart von Loeper und Dieter Reicherter – mit ihnen das AKTIONSBÜNDNIS und die BÜRGERBEWEGUNG gegen Stuttgart 21 – einen erneuten Versuch, die Staatsanwaltschaften und Gerichte zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den grundlegenden Gesetzesverstößen bei der Durchsetzung von Stuttgart 21 zu bewegen.“

    wir tun so als sei das AB irgendwer aber dann tritt es als „Sprecher“ von auf und solche Konstellationen haben wir massiv in der Bewegung,,,
    und dadurch machen wir es den Gegner, den Pressevertretern leicht, sich ihre Farben raus zu suchen!
    und unter uns. ich versteh´s auch nicht!

    Auflösung des AktionsBündnisses!

    Wie ich schon beim Fakencheck sagte: ich bin weder GRÜN, noch SPD, noch VCD, noch BUND, noch SÖS, noch LINKE, etc noch XY-VEREINt, noch dann APSler…

    Also werde ich gar nicht vertreten und ich finde es anmassend für mich zu sprechen!

    • Esky Bail schreibt:

      Liebe Kornelia – hier setzt sich etwas fort, was ich aus der feministischen Bewegung als Kritikpunkt kenne. Wir sind immer mitgemeint – wir Frauen – auch wenn von Brüdern gesprochen wird.

      Deshalb habe ich an das Aktionsbündnis die Frage gestellt – nachrichtlich auch an den PS-Rat, ob es eine zweite Strafanzeige gibt, wo das Aktionsbündnis und die Bürgerbewegung vorkommen? In der Strafanzeige sind sie als Anzeigenerstatter nicht genannt. Natürlich sollte ich mir vorstellen, dass ich bei den Anzeigeerstattern – Conradi, Loeper und Reicherter – mitgemeint bin. Denn sie tun es ja nur für uns – die Gegner!

      Jetzt wo so viel Gift von Teilen des Aktionsbündnisses ausgespuckt wurde – die Medien sich stundenweise überschlugen über diese Bürgerbewegung – da kommen die mit einer Erklärung zur Strafanzeige und erwähnen uns auch noch neben dem Aktionsbündnis – so als sei alles in Butter.

      Unabhängig davon ist die Strafanzeige vom 12.01. eine hervorragende Leistung und kann Bei Abriß Aufstand unter Datum 12.01. Petra A. als PDF (12 Seiten) nachgelesen werden. Das lohnt sich wirklich.

  5. IchSehDich schreibt:

    Die Spaltung der S21-Gegnerschaft scheint wohl als nächstes auf der Agenda zu stehen, nachdem das Herunterspielen, Verleugnen und systematische Diffamieren in den Medien nicht geklappt hat.

    Aber warum überhaupt noch die Stuttgarter Einheitszeitung (STN/STZ) lesen? Allein die täglichen S21-Bezahlkommentare (80% gekauft, 10% CDU, 10% pathologische Fälle) sollten einen davon abhalten.

    Wenn die dortige Moderation die systematische, üble Nachrede, die immer massloser von den Pappkameraden a la „Klartext“, „Horst Kevin“ usw. „praktiziert“ wird, immer noch als „freie Meinungsäusserung“ auslegt, kann es mit deren Standards sowieso nicht weit her sein. (Vor allem auffallend, wenn man auf andere Onlinemedien schaut, wo solche Beiträge – samt Verfassern – FRÜHER ODER SPÄTER gesperrt werden.)

  6. Harald Seiz schreibt:

    Brillant formuliert und inhaltlich kann ich nur voll zustimmen. Chapeau! Danke, Zwuckelmann!
    Orthographische Flüchtigkeitsfehler finde ich verzeihbar, wenn wie hier eine schnelle Reaktion erforderlich ist. Wenns mal weniger pressiert: keiner redigiert pedantischer als Eisenzaia…

  7. horstosius schreibt:

    Sehr gut interpretiert Zwuckelmann, diese wahltaktische Stimmungsmache in der Stg.Zeitung.
    Gut auch die Kommentare von Esky Bail und T.Neuhaus die über ein enormes Erinnerungsvermögen verfügen. Abgesehen von Dietrich &Co war es den Befürwortern einschliesslich Kretschmann& Co schon lange daran gelegen eine Spaltung der „Bewegung“ zu erreichen. Nur so könnte es eigentlich gelingen, ein Einschlafen des Widerstands zu beschleunigen. Also bitte keine gegenseitige Schuldzuweisungen die „uns“ schwächen würde. Die schnelle „Keule“ von Conradi, Reicherter und v. Loeper war doch dringend, und gerade zum richtigen Zeitpunkt nach Berlin geschickt worden. Die Mitteilung darüber schnellstens über das Parkschützerportal „bei Abriss Aufstand“. Was gibts da zu „kriteln“?
    Meiner Auffassung nach ist dies überhaupt der einzige Ansatz S21 noch in die Knie zu zwingen. „Unsere“ S21-Oberdemokratin Dr. Angela Merkel wird sich -zwar ungern- erst nach einem Gerichtsbeschluss an ein mögliches Ende von S21 erinnern müssen.
    Deshalb erscheint mir -trotz oft sehr unterschiedlicher Auffassung- eine „einheitliche“, unaufgeregte Außendarstellung, als die sinnvollste aller Lösungen um am „Ball“ zu bleiben. Das AK besteht doch -glücklicherweise- aus über 15 Gruppierungen, und das sollte auch so bleiben. Denn wie sonst könnten so unterschiedliche Themenblöcke vorbereitet und zusammengetragen werden.
    Dennoch positiv: die Standortfrage der Montagsdemo hat „unsere“ Bewegung wenigstens wieder in die Medien gebracht. Die nächste Demo(kratie)route wird zeigen, wie Kuhn&Co sich outen werden.
    Wir sind (noch) oben.

  8. ElisabethHD schreibt:

    Für Dichtbert und den Bodenseher:
    Der Herr Zielcke hat seinen bekanntesten Satz wahrscheinlich in der gedruckten Ausgabe der StZ veröffentlicht, zumindest legt dieser Artikel es nahe:
    „Es gibt dafür sogar einen gedruckten Hinweis, der den Möhringer Meinungsmachern wie ein Stein auf die Füße gefallen ist. Er stammt aus der Stuttgarter Zeitung (StZ) vom 27. Februar 2010, verfasst vom damaligen Ressortleiter Außenpolitik, Adrian Zielcke, der in frappierende Offenheit schrieb: „Ohne die Zustimmung der Stuttgarter Zeitung zu diesem Großprojekt würde, so vermute ich einfach einmal, ,Stuttgart 21′ nie gebaut werden.“ Seitdem ist dieser Satz einer der meistzitierten bei den Kundgebungen der Gegner. Der ehemalige Chefredakteur, Uwe Vorkötter, heute bei der Berliner Zeitung, sagt, es sei ein Fehler gewesen, „S 21″ zu StZ 21 zu machen. “
    http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2010/09/15/a0086
    (Freudenreich, „Die Zukunft ist unterirdisch“)
    Und ins Bierische übersetzt heißt der Satz schon: „Ohne die StZ hätte sich die Sitte, ein Gebräu aus Gerste und Hopfen zu trinken, nie durchgesetzt.“

    • Der Bodenseeher schreibt:

      Aha, man nimmt eine Aussage von Herrn A plus eine andere Aussage von Herrn B in anderem Zusammenhang und bastelt sich dann sein eigenes „Zitat“. Super, so schafft man sich dann seine ganz eigene Welt.
      Ist das die Methode des „Protest gegen S21“?
      Fragt
      der Bodenseeher

      • ElisabethHD schreibt:

        Herr Freudenreich zitiert in seinem Artikel die Herren A und B, die beide StZ-Redakteure waren und beide das Gleiche aussagen, nämlich dass S21 von der StZ protegiert wurde. Das ist bei Journalisten, Historikern, Anwälten usw. eines der üblichen Verfahren, um eine Hypothese zu belegen. Also wo ist Ihr Problem?
        Wenn Sie den Satz, ohne die StZ hätte es S21 nicht gegeben, für falsch halten, dann bringen Sie doch Belege dafür, dass die StZ sich gegen S21 ausgesprochen oder sich neutral verhalten hat.

  9. demoschlampe schreibt:

    na dann lasst doch die kleinen vorstadtblätter s-zeitung und s-nachrichten insolvenz anmelden das wäre gut. so müsste sich ein vorstadtschreiberling wie herr braun eine neues blatt suchen woh er dann seine artikel schreiben kann.
    diese provinzschmierenblatt hat es so verdient. in diesen blättern regiert ja doch nur der schwarze filz und diesen bekäpfen wir mit allen mitteln(natürlich friedlich). wir schreiben halt nurein paar artikel.was die grossen können das kann auch der kleine mann(frau).
    verschwendet in zukunft keine zeile mehr wenn ein provinzheini meint er müsse stuss schreiben das ist das papier nicht wert worauf es gedruckt wurde.
    wenn er in unseren reihen noch was schreiben sollte dann wird er mit katzendreck beschmissen der stikt ganz gewaltig.
    demoschlampe

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