Die verlogene Informationspolitik der Bahn

Sitzung des Lenkungskreises: abgesagt

Sitzung des Aufsichtsrats: abgesagt

Information des Verkehrsausschusses des Bundestags: abgesagt

Stattdessen „informelle Dialogveranstaltungen“ mit diversen Politikern, Fraktionsvorsitzenden, Ministerialen und sonstigen Entscheidungsträgern.

So sieht die verlogene Informationspolitik der Bahn zu Stuttgart21 aus. Die offiziellen Veranstaltungen werden aufgrund fehlender Entscheidungen um Wochen verschoben, gleichzeitig startet die Bahn eine informelle Tingeltour, bauchpinselt Politiker und versucht, Überzeugungsarbeit zu leisten und für ihre Inkompetenz um Verständnis zu bitten. Es scheint also genügend Informationen und Gesprächsstoff zu geben, um darüber zu sprechen. Warum also in informellen Zirkeln und nicht in den offiziellen Gremien?

Anstatt dass die Bahn endlich Klartext redet, wird genauso weiter gemauschelt wie bisher. Die Bahn verspricht immer und immer wieder Transparenz, konterkariert dieses Versprechen aber genauso regelmäßig mit Mauscheleien. Und die hohe Politik lässt sie gewähren! Für den Bürger bleibt Stuttgart21 damit eine riesengroße Schweinerei, die einige Politiker und Wirtschaftsgrößen von Anfang an im Hinterzimmer ausgeklüngelt haben. Die Klüngel bestehen bis heute und werden von der Bahn mit Rückendeckung der Politik in einer Dreistigkeit propagiert, dass es zum Himmel schreit.

Wann, frage ich mich, werden wir Bürger endlich ernst genommen?

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24 Antworten zu Die verlogene Informationspolitik der Bahn

  1. Soren Mulpiter schreibt:

    Ich verstehe ganz und gar nicht, wie sie mit solcher MIst überhaupt durchkommen. Warum wird die Bahn nicht von irgendeiner Behörde GEZWUNGEN, solche Termine einzuhalten? Warum geschieht alles solche ohne (juristiche oder andere) Folgen?? Sie bekommen unsere STEUERGELDER, und sind uns auch deswegen auf die im voraus festgelegten Weisen Rechenschaft schuldig!! Das ist alles surreal anmutend. Rechtsstaat, hallo?!?

  2. Rolf Hönes schreibt:

    Warum soll man sich wegen diesen zweifelhaften Gestalten das Gehirn martern um Formulierungen zu finden die nicht in einer Beleidigungsklage enden. Das haben kliuge Köpfe schon vor und gemacht.

    Ein Onkel, der gutes mitbringt,
    ist besser als eine Tante,
    die bloß Klavier spielt.
    von Wilhelm Busch

    Betreibt man seine dunklen Geschäfte so gründlich,
    dass man mit seinem eigenen Schatten verschmilzt,
    sollte man das Licht der Öffentlichkeit möglichst meiden
    von Christa Schyboll

    Divide et impera
    Sunzi / Niccolò Machiavelli

  3. Arnold schreibt:

    Ein Gutes hat die Sache: Die Bahn provoziert Kritiker des Projektes und stellt Befürworter blos. Sie, werter Zwuckelmann sind ja Fritz Kuhn gegenüber kritisch eingestellt. Ich habe ihn auch erst im 2. Wahlgang gewählt. Aber zumindest in den ersten 10 Tagen denke ich müssen wir zugeben hat er nicht enttäuscht. Er schlägt einen anderen Ton an als Kretschmann und scheut auch die Auseinandersetzung mit dem Stadtrat nicht. Das gebaren der Bahn erscheint mir fast schon als Garant dafür, dass das auch im nächsten halben Jahr so bleibt. Innerhalb dieser Zeit haben wir gute Chancen, dass S21 beerdigt wird.

    • Ihr werter Guller schreibt:

      Hat nichts mit dem Thema zu tun, aber man sollte informiert sein und einen Schutzengel
      mit sich führen auf dem heissen Pflaster Stuttgart. Wehe wenn sie losgelassen…
      http://www.die-anstifter.de/?p=13744

      • zwuckelmann schreibt:

        Guller, das ist wirklich erschreckend. Hier zeigt sich, wo das Niveau und der Sinn für Demokratie in Wirklichkeit fehlt. Abscheulich!

    • zwuckelmann schreibt:

      Ja, Arnold, ich glaube, Fritz Kuhn hat uns alle überrascht mit seinen eindeutigen Äußerungen. Ich bin aber weiterhin skeptisch, denn das kann auch sehr berechnend sein: wenn er gleich zu Anfang, quasi als Anfängerfehler, solche Äußerungen tut, hat er sie hinter sich und kann dann ggf. später auf sie verweisen – auch wenn er dann anders handelt. Ich traue ihm (noch) nicht …

  4. Leselotte schreibt:

    Aus Erfahrung ist Skepsis sicher angebracht.

    Gern möchte ich auf einen Brief von Stefan Otto (zu dem ich Vertrauen habe) hinweisen.
    Um es hier nicht allzu lang zu machen – bitte über http://www.ebenerdig.npage.de
    unter BRIEF II
    nachschauen.
    Gute Grüße

  5. horstosius schreibt:

    Verlogene Information der Bahn“AG“………..ich nehme nur eine einzige von den vielen falschen Aussagen des Dr.Grube, Ehrensenator der Uni Stuttgart diesmal aus dem Phönix Interview heraus. „Ulm-Stuttgart 95 Minuten!!!! Fatal. Mit S21 wird es viel, viel schneller!!!! Etwa die Hälfte der Zeit.“ Am 03.09.2011 fuhren wir abends von München mit Verspätung in Ulm ankommend – dort zusätzlich auf einen Anschlußzug wartend mit 12 Minuten Verspätung ab. Der Zug kam auf die Minute genau pünktlich um 23.00. in Stuttgart an. Es war allerdings kein deutscher „Grube-AG“-Zug sondern ein österreichischer RailJet. Knapp 50 Minuten also für die Strecke Ulm-Stuttgart……Fatal war allerdings in den Durchgangsbahnhöfen die Durchleitung über die offensichtlich seit 20 Jahren nicht mehr gepflegten Gleisfelder. Bei der hohen Geschwindigkeit hatte man ständig das Gefühl eine Entgleisung ist vorprogrammiert.
    Lieber Zwuckelmann, gell, ziemlich banal in der wissenschaftlich fundierten blog-Runde.
    Doch ich habe noch viel mehr Beispiele zur Verlogenheit,,,,,,,

    • Felix Stutengarten schreibt:

      „Ulm-Stuttgart 95 Minuten“ war schlicht und einfach ein Versprecher von Grube.
      Er hat im Eifer des Interviews zwar „Ulm-Stuttgart 95 Minuten“ gesagt.
      Aus dem Gesprächskontext war aber klar erkennbar, dass er „Ulm-Stuttgart FLUGHAFEN 95 Minuten“ gemeint hat, was auch zu der Zeitangabe passt.
      Grube weiss natürlich, dass Ulm – Stuttgart HbF heute ca. 60 Minuten braucht.
      So einen Versprecher sollte man auch Grube zugestehen und nicht reflexartig einen Lügenvorwurf daraus basteln.

      • horstosius schreibt:

        Ja Felix Stutengarten, das mag „zufällig“ ein Versprecher gewesen sein, aber es passt ins Bild der Öffentlichkeitsarbeit aus dem Hause „AG“. Ich schrieb doch: nur eine einzige Aussage der vielen. Und im übrigen: Ursprünglich ging es um die schnelle „Magistrale Paris-Bratislava/Budapest“. Jetzt offensichtlich die „S“-Bahn Ulm-FlughafenEchterdingen/Messe-Stuttgart Tiefbahnhof……..
        Selten so gelacht.

      • Der Bodenseeher schreibt:

        Ach horstosius,
        das scheint mir das Lachen des Irren zu sein: Sie behaupten weiter oben, am 3.9.11. mit dem Railjet RJ66 in 44 Minuten die Strecke Ulm-Stuttgart gefahren zu sein.
        Das ist technisch unmöglich, weil es die zulässige Streckengeschwindigkeit dies nicht erlaubt. Auch ein Railjet bekommt eine automatische Zwangsbremsung auf fast null, wenn er die überschreitet.
        Lügen Sie, oder hatten Sie damals schon ein paar Bierchen zu viel intus? Dafür spricht auch Ihre gefühlte Entgleisungsgefahr bei der Fahrt…
        Denkt
        Der Bodenseeher

      • Ihr werter Guller schreibt:

        Der Bodenseeher, gibt den Fern – Therapeuten in Sachen Alkohol und merkt nicht, dass er ziemlich schräg, wie einst Hagen, rüberkommt.========Glaube, das Nachtreten wird zur Gewohnheit in diesem Büro der Schlauheiten.=========== Da stinkts nach Fondue, Schweizer Rösti,und königlichem Klartext !

      • Der Bodenseeher schreibt:

        Lügen ist ja hier das Thema.
        Der Guller..in der Schweiz recht treffend auch Mistkratzerli genannt… hats nicht so gerne, wenn man einem Parkschuetzer Lügen nachweist. Da läßt er gleich was fallen. Denn die Lüge hat ja bekanntlich die Deutsche Bahn gepachtet.
        Hans Hagen ist ja anscheinend weg, schade. Da machts hier keinen Spass mehr: Nur noch Selbstbestätigungen, das lohnt das Lesen nicht.
        Adieu
        Der Bodenseeher

      • Ihr werter Guller schreibt:

        Bodenseeher: Grüezi und uf wiederluge . Wie kriegsch de Salaer auszahlt, in Stutz oder in Euro? Mistkratzerli und Brääkeli e fein Sächli……

  6. Arnold schreibt:

    Da hat tatsächlich jemand einen Vorteil von S21 gefunden
    folgendes Zitat kommt aus einer Diskussion in der StZ 🙂
    —————————————————————————————————
    JAN
    17
    Berliner, 12:52 Uhr

    Debakel ?

    Wir Berliner hoffen, dass S 21 zügig gebaut wird. Den dann ist der Pannen-Flughafen BER, in den Medien, kein Thema mehr.
    ————————————————————————————————-

  7. Leselotte schreibt:

    Danke für den Tipp.

  8. horstosius schreibt:

    Hallo wach, Bodenseher…
    Ulm Abfahrt 22.12- Stuttgart Kopfbahnhof Ankunft 23.00. Das sind in der Tat 48 und keine 44 Minuten, was ich auch nicht behauptet habe. Ich will hier ja auch nicht um halbe Minuten streiten, wie es sich für die professionellen Tiefbahnhöfler geziemt. Nicht ich (habe Zeugen), sondern vielleicht hatte sich der Railjet-Pilot ein Bierchen genehmigt und die jahrzehntelang nicht angepassten Weichen im Vollrausch überdonnert. Wenn die Gleisanlagen dem heutigen Stand der Gleistechnik angepasst wären, hätten wir sicher nichts vom Hau-Ruckeln und Zuckeln bemerkt.
    Nichts für ungut , dass ich nicht nochmal lache, ….denn Dr. Grube möchte doch sein Gleisnetz behalten….. und wieder nichts daran investieren.

    • Der Bodenseeher schreibt:

      Railjet 66 Plan Abfahrt Ulm 22.04, Verspätung 12 Min ist 22:16, Plan Stuttgart an 23:00. Das sind 44 Minuten.
      RJ66 hatte in München ca 10 min Verspätung, hat diese bis Ulm reingeholt und ist dort pünktlich losgefahren.
      Damit ist klar: Sie sind ein Lügner, der hier wirre Stories verzapft.
      Das war dann endgültig meine letzte message hier.
      Der Bodenseeher

  9. Leselotte schreibt:

    Inzwischen sind „wir“ bei 11 Milliarden:

    >Nach internen Hochrechnungen diverser Experten der Deutschen Bahn AG (DB) werde Stuttgart 21 noch teurer als bisher bekannt. Das sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, Anton Hofreiter (Grüne), der Stuttgarter Zeitung. „Fachleute des Staatskonzerns gehen inzwischen von Gesamtkosten von rund 11 Milliarden und einer Fertigstellung nicht vor 2025 aus“, so der Abgeordnete.>
    aus:
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-gruene-bahn-rechnet-mit-elf-milliarden.a745ded5-70f0-4550-80e3-63a695c91fbd.html

    vom 19.01.2013
    In der Kommentarspalte des zitierten Artikels fand ich einige sehr interessante Beiträge von einem >Jürgen Schwab<.
    Zusammengefasst nachzulesen unter der Rubrik 11 Milliarden bei
    http://www.ebenerdig.npage.de

  10. Pingback: IO-NEwsletter 27.01.2013: Eigentlich läuft doch alles ganz gut | InfoOffensive Baden-Württemberg

  11. Pingback: Neues von S 21 « rauscherpeter

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