Kuhn will Turner verhindern, Rockenbauch will Turner und S21 verhindern

Das erste, was ich von Fritz Kuhn hörte, nachdem er bekannt gegeben hatte, dass er sich als OB-Kandidat in Stuttgart aufstellen ließe, war die Aufforderung an Hannes Rockenbauch, den Widerstand nicht zu spalten und Kuhn den Vortritt zu lassen. Denn man hätte ja das eine gemeinsame Ziel: Turner zu verhindern. Das könne wenn überhaupt nur Kuhn. Der aber auch nur dann, wenn alle geschlossen ihn wählen würden.

Drei Fragen kamen mir damals in den Sinn:

  1. Warum soll nur ein Fritz Kuhn Turner verhindern können?
  2. Kann „Turner verhindern“ der alleinige Antritt sein, jemanden zu wählen?
  3. Und schließlich: Warum sollte Hannes Rockenbauch zugunsten von Fritz Kuhn zurücktreten und nicht umgekehrt?

Zu 1.: Jede Stimme für einen der 13 anderen Kandidaten verhindert ein Stückchen die Mehrheit von Turner – ganz gleich an wen die Stimme geht. Deshalb ist es falsch, im ersten Wahlgang „strategisch“ oder „taktisch“ zu wählen. Gerade am 7. Oktober muss man seinen persönlichen Spitzenkandidaten wählen, niemanden sonst! Dass Turner oder ein anderer Kandidat nach diesem ersten Wahlgang zum OB gewählt wird, ist äußerst unwahrscheinlich. Kuhns Berechnung ist klar: je stärker er aus dem ersten Wahlgang hervorgeht, desto stärker die Position, um im zweiten Wahlgang als alleiniger Gegenkandidat anzutreten.

Zu 2.: Kuhn wildert mit der „Turner verhindern“-Kampagne bewusst bei den Gegnern des Bahnhofsprojekts. Dabei reicht es doch nicht aus, jemanden zu wählen, nur um jemand anderen zu verhindern. Das kann doch nicht der ausschlaggebende Grund sein! Und schon gar nicht für Gegner von Stuttgart21! Hannes Rockenbauch sagt klar, dass er Stuttgart21 stoppen will. Als OB stehen die Chancen gut, dass er das auch kann. Warum sollte ein S21-Gegner dann Kuhn wählen, der der grün-roten Landesregierung niemals in den Rücken fallen wird und deshalb gar kein Interesse daran hat, S21 zu stoppen? Wer S21 verhindern will, darf auf keinen Fall Fritz Kuhn wählen!

Zu 3.: Woher rührt dieses Selbstverständnis, dass Kuhn Rockenbauch vorzuziehen sei? Nur weil Kuhn Grüner ist? Nur weil die Grünen in der Landesregierung sind? Nur weil Rockenbauch angeblich zu jung ist? Das sind für mich keine triftigen Gründe. Im Gegenteil würde ich sagen, Kuhn müsse hinter Rockenbauch zurücktreten, denn Rockenbauch kennt sich in Stuttgart aus, Kuhn in Berlin oder Heidelberg. Rockenbauch hat langjährige Erfahrung in der aktuellen Stuttgarter Kommunalpolitik, Kuhns wenige kommunalpolitische Erfahrungen liegt Jahrzehnte zurück. Rockenbauch hat den Mut zur Veränderung, Kuhn ist wertkonservativ und veränderungsscheu! Rockenbauch ist nicht zu jung, vielmehr ist Kuhn etwas zu alt. Nicht Rockenbauch spaltet, sondern Kuhn!

Klar ist, dass es für die etablierten Parteien ein Super-GAU wäre, wenn Hannes Rockenbauch OB würde, denn dann würde das Faß S21 wieder geöffnet um endgültig beerdigt zu werden. Das werden sie mit allen Mitteln zu verhindern versuchen. Ein erstes Mittel ist das Scheinargument „Turner verhindern“. Mit der Wahl von Fritz Kuhn im ersten Wahlgang wird Turner nicht verhindert, sondern vor allem Kuhn gestärkt. „Turner verhindern“ ist das vorgeschobene Argument, weil „Kuhn stärken“ zu offensichtlich wäre und keine Wirkung hätte. Wir dürfen den Grünen nicht erneut auf den Leim gehen!

Wollen wir nur Turner verhindern oder wollen wir Turner und S21 verhindern?

Oben bleiben!

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34 Antworten zu Kuhn will Turner verhindern, Rockenbauch will Turner und S21 verhindern

  1. seriousguy47 schreibt:

    1.Turner-Stimmen
    „Jede Stimme für einen der 13 anderen Kandidaten verhindert ein Stückchen die Mehrheit von Turner“? Hallo! Aufwachen! Schon mal was vom Stuttgarter Ergebnis der Volksabstimmung und der festen konservativen Mehrheit gehört? Schon mal von dem Beton-Bündnis hinter Turner gehört? Schon mal was davon gehört, dass die Konservativen alles daran setzen, nach dem Verlust der Regierungsmacht, Grün-Rot zu schwächen, wo es nur geht? Weshalb sollte von dieser De-facto-Mehrheit (siehe Volksabstimmung) auch nur eine Stimme abwandern? Das ist doch irre!
    2. Rockenbauch
    Ach ja, Rockenbauch ist nicht fast vor strahlendem Stolz geplatzt, wenn er mit Schlichtungsgeißler aufs TV-Bild durfte?
    Rockenbauch ist nicht mit verantwortlich für den Schlichter-Pfusch-Spruch?
    Rockenbauch hat sich nicht an der Illusionspflege mitbeteiligt, die Vorgaben von Geißler hätten irgendeine bindende Wirkung?
    Rockenbauch hat nicht öffentlich verkündet, er würde jatzt kürzer treten, um sich seiner Vaterrolle zu widmen? (Versprochen, gebrochen)
    Eine mehr als Zweidrittelmehrheit des Gemeinerates würde nicht alles daran setzen, Rockenbauch so zu mobben, dass er ziemlich schnell hinwirft? Schon, um sich selbst und seine Familie zu schützen?
    Das S21-Kartell – Medien inklusive – würde nicht jeden Furz, der Rockenbauch daneben geht so aufblasen, dass er möglichst global für alle Zeiten verbrannt ist?
    Schon mal den Namen Ypsilanti gehört?
    Rockenbauch als OB wäre schlimmstenfalls ein Verräter, bestenfalls ein sinnloses Menschenopfer.
    3. Tragödie wiederholt sich als Farce
    Tatsächlich sieht es so aus, dass „die Linke“ wiederholt, was S21 1996 erst festgezurrt hat, als die SPD Schlauchs Wahlsieg verhindert hat.
    Fazit: Wer Rockenbauch wählt ist dumm und verrät alle verbleibenden Chancen gegen S21.
    Kuhn mag eine „Kröte“ sein. Aber manchmal ist es besser, eine Kröte zu schlucken als zu verhungern. Nur Linke haben das bisher anders gesehen. Deswegen sind sie auch so oft an der Macht 🙂
    Schärfe bitte entschuldigen – falls möglich. Aber ich bin über die derzeitige Situation ziemlich empört.

    • zwuckelmann schreibt:

      Uiuiui, Seriousguy, solche Töne von Dir? Aber gut, ich kenne die Argumente, die Du aufzählst … aber es hilft doch nichts! Was wäre denn die Alternative? Grün bzw. Kuhn wählen? Das kannst Du nicht im Ernst meinen!

    • Leo schreibt:

      Zum Kröten schlucken:

  2. Urs Schwerzmann schreibt:

    ja. verhindern ist kein wahlgrund. mein stimme (wenn ich denn wählen duerfte -nicht eu – bueger) wird der bekommen, der zu seinen und meinen zielen steht.
    und das ist nur hannes roggenbauer.

  3. ElisabethHD schreibt:

    Seriousguy, meistens finde ich Ihre Kommentare sehr gut. Aber den obigen bestenfalls durchwachsen, und deshalb möchte ich widersprechen, obwohl ich mit den Stuttgarter Verhältnissen nicht sehr gut vertraut bin:
    Egal, wie groß die konservative Stuttgarter Mehrheit ist, für den ersten Wahlgang stimmt Zwuckelmanns Satz: „Jede Stimme für einen der 13 anderen Kandidaten verhindert ein Stückchen die Mehrheit von Turner.“
    Von dem Ergebnis der „Volksabstimmung“ auf das Ergebnis einer OB-Wahl zu schließen und die Stuttgarter „Nein“-Stimmen pauschal auf das Konto von Turner zu buchen, scheint mir sehr gewagt.
    Die SPD-Anhänger, die am 27.11. mit Nein gestimmt haben, muss man sowieso schon mal abziehen, denn die werden ihre eigene Kandidatin wählen.
    Die Volksabstimmung war auch die Rache der CDU für den 27.3.2011. Die CDU-Wähler hatten ihren Sieg, und der beginnt inzwischen bitter zu schmecken – siehe den Filder“dialog“, aus dem ein CDU-Bürgermeister ausgestiegen ist – und jetzt haben sie auch noch einen Turner als „ihren“ Kandidaten.
    Ich glaube nicht, dass alle schwäbischen Pietisten glücklich sind über einen OB, der sein Geld mit Sätzen wie „Tofu ist schwules Fleisch“ verdient hat. Es ist unwahrscheinlich, dass Turner das Potential der CDU für sich ausschöpfen kann, schon gar nicht im ersten Wahlgang.
    Eine Stimme für Kuhn im ersten Wahlgang ist keine Stimme gegen Turner, sondern eine Stimme für den grünen Kandidaten und damit auch für die Politik der Regierung Kretschmann. Wer ohne Not im ersten Wahlgang Kuhn wählt, der hat sich abgefunden mit S21 und billigt die Taten und Untätigkeiten der Kretsch- und Hermänner.
    Freiwillig eine Kröte zu schlucken ist einfach dumm. Und wenn es im zweiten Wahlgang doch sein soll, dann so, dass die Kröte auch zu schlucken hat, nämlich an den Stimmen für Rockenbauch und Löwe im ersten Wahlgang.

  4. Tom Knauer schreibt:

    Ohne die Stimmen der S21-Gegner ist es unwahrscheinlich, dass Fritz Kuhn mehr Stimmen als
    Bettina Wilhelm erhält. Es wird dann interessant werden, wer im zweiten Wahlgang zurückzieht
    oder aber nicht. Mit anderen Worten: Rockenbauch-Wähler haben es gar nicht in der Hand
    Sebastian Turner zu verhindern oder nicht. Für diejenigen mit einem kurzen Gedächtnis: Ein
    Grüner war bei der letzten OB-Wahl der Steigbügelhalter für Wolfgang Schuster !

  5. seriousguy47 schreibt:

    Also zunächst einmal danke für das Echo.
    Dann aber überrascht es mich, dass im wesentlichen nur über Wahlchancen gesprochen wird, von den anderen Punkten aber lediglich der vielsagende Blick in die Vergangenheit aufgenommen wird.
    Aber zu den Wahlchancen. In der Printausgabe der Stuttgarter Zeitung vom 10. September 2012 wird Rockenbauch auf Seite 18, unten rechts dahingehend zitiert, dass er klar darauf spekuliert, im ersten Wahlgang als Zweiter hinter Turner zu landen. Dann hofft er, alles, was nicht CDU ist,. hintrer sich versammeln zu können: „Dann könnte es reichen.“
    Da kann man dann schon mal zucken und sich fragen, ob da ein Testosteron-geflutetes Alpha-Männchen zu Tollkühnheit neigt, oder ob da einfach mal einer was für eine wichtige Sache riskiert. Was aber riskiert er persönlich? Nichts. Was riskiert er für Stadt und Gemeinwohl? Alles, nämlich den Beginn der CDU-Restauration.
    Und warum riskiert er das? Wegen S21? Oder deshalb:
    „Die Grünen, so auch das Fazit in seinen „Denkzetteln“ zum Wahlkampf, seien folglich auch nicht besser als CDU und SPD. Ein Wahlsieg sei deshalb auch ihnen nicht zu gönnen.“

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.diskussion-um-stuttgart-21-kuhn-und-rockenbauch-schenken-sich-nichts.847491b5-4fcc-4808-8364-f34cfec2820d.html

    Mein Fazit: Wer aus Gründen der Rache die Zukunft seiner Anhänger in ihrer Stadt als Einsdatz in ein riskantes Spiel einbringt, handelt narzistisch und verantwortungslos.
    Sorry, Zwuckelmann, wenn ich da enttäusche, aber mein Motiv, einstmals Politik zu studieren, war, dass ich Zeit und Mittel haben wollte, allen Lügen nachzuspüren, die mir der CDU-Staat serviert hatte. Danach habe ich verfolgen können, was aus einer Reihe hoch-„moralischer“ Mit-68er geworden ist. Und ich habe nicht die Absicht, mich nach all dem nochmal so dreist an der Nase herum führen zu lassen.“Right or wrong, my party“, zieht bei mir nicht.

    Grün war im Übrigen noch nie meine Partei – trotz einiger ehemaliger Freunde in führenden Positionen dort – und von Kretschmann habe ich in Sachen S21 nie etwas erwartet. Und genau die, die da etwas erwartet haben, was bei diesem CDU-Kungler nie zu erwarten war, wollen jetzt nicht daraus lernen, sondern denselben Fehler nochmal in „Rot“ machen?
    Da bleibe ioch doch glatt bei der grünen „Kröte“. Da weiß ich wenigstens, was ich nicht zu erwarten habe und kann allenfalls positiv überrascht werden.

    • zwuckelmann schreibt:

      So, wie ich die Grünen hier erlebe, sind Sie in vielerlei Hinsicht wirklich in der Mitte der konservativen baden-württembergischen Gesellschaft angekommen. Das war mit Kretschmann ganz klar und wird mit Kuhn noch klarer. So, wie ich Kuhn nun erlebe, ist er ein sehr ideenloser, phrasendreschender Politprofi, der mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einen Übergangsposten bis zur Pension braucht. Er ist mir zu kantenlos, zu glatt, zu angepasst (wahrscheinlich durch seine jahrzehntelange Politikerkarriere). Deshalb will ich auch Kuhn nicht als OB, denn er wird noch stärker lavieren und noch weniger aktiv gestalten, als viele andere Kandidaten.
      Zu Hannes Rockenbauchs Äußerung, dass er Platz 2 schaffen kann: Dieses Selbstbewusstsein speist sich nicht aus Testosteron oder aus einer Alphatier-Neurose, sondern dieses Selbstbewusstsein versuchen wir, die Wahlkampfhelfer, ihm immer und immer wieder einzutrichtern! Nur, wenn Du wirklich OB werden willst und auch daran glaubst, dass das möglich ist, kannst Du einen engagierten und guten Wahlkampf machen! Anfänglich hat Hannes sogar häufiger gesagt, dass er ja eh keine Chance hätte. Ja, was soll man von einem Wahlkämpfer halten, der so etwas sagt??? Meine Meinung: Hannes will und Hannes kann OB werden, zugegeben gehört eine gehörige Portion Glück dazu, aber möglich ist es. Kretschmann wäre ohne „Glück“ (Fukushima war für seine Wahl „Glück“) nie MP geworden.
      Jetzt hab ich aber noch eine persönliche Frage: Du klingst ganz schön abgeklärt und desillusioniert. Wie kommt man dazu, „Kröten“ zu schlucken oder „kleinere Übel“ zu wählen, wenn es doch richtige Alternativen gibt, für die es zu kämpfen lohnt?

      • Felix Stutengarten schreibt:

        Durch Autosuggestion gewinnt man keine Wahlen.
        Sondern dadurch, dass man die Mehrheit der Wähler überzeugt. Auch und vor allem die aus der Mitte der Gesellschaft.
        Und wie überzeugend wirkt der erwiesene Antidemokrat Hannes Rockenbauch wohl auf die Mitte der Gesellschaft?
        Eben!
        Also ich habe großes Vertrauen in unsere Gesellschaft und die Wähler 🙂

        Aber bestätigt nur kräftig weiter euren Kandidaten und euch gegenseitig darin, für wie toll ihr euch haltet, was ihr alles könnt und dass ihr ganz bestimmt diejenigen seid, auf die die Welt gewartet hat.
        Je größenwahnsinniger ihr euch eure Chancen ausmalt, desto größer werden nachher euer Frust und eure Enttäuschung sein.
        Plopp!
        Aber bitte nachher nicht grantig sein und auf die Wähler schimpfen, wenn die Mehrheit und die Mitte der Gesellschaft klüger sind, als ihr es gerne hättet und sich anders entscheiden.

        Vielleicht helfen euch dann eure jahrelang eingeübten Autosuggestionsfähigkeiten bei der Enttäuschungsbewältigung.

      • seriousguy47 schreibt:

        @ zwuckelmann
        Vielleicht habe ich es berufsbedingt einfach weniger mit deutschen (manisch-depressiven :))Traumtänzereien als mit angelsächsischem Pragmatismus. Und für richtig halte ich im Moment diesen Weg: diesmal Kuhn, der ohnehin nur einmal darf, wenn ich das richtig verstanden habe. Dann Rockenbauch aufbauen. Und das nächste Mal Rockenbauch – ohne Fukushima-Effekt. Dann könnte er nämlich echt vermittelbar sein – wenn er das Zeug dazu hat.
        Macht doch einfach die Augen auf: Stuttgart ist schon kaputt! Das ganze System mauert. Und selbst wenn Rockenbauch versprechen würde, dass er auf (Mineral)wasser laufen kann, würde ich gerne darauf verzichten und das Mineralwasser lieber im Boden behalten.Z.B. juristisch.

        Ich habe den Wahlsieg von Grün-Rot mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, aber nicht so sinnlos bejubelt wie andere. Ich habe bei FREITAG unmittelbar nach der Wahl geschrieben, dass der Stuttgarter Widerstand jetzt nicht mehr gemeinsam mit den Grünen marschieren könne, sondern professionell außerparlamentarisch alle Wege nutzen müsse, die es im System gibt. Die Juristen, Ingenieure usw. erledigen das beispielhaft und dem Juchtenkäfer haben wir mehr zu verdanken als Grün-Rot. Und um dafür weiterhin den Rücken frei zu behalten,will ich Kuhn als OB. Dann ist Ruhe an der politischen Front und der außerparlamentarische Widerstand muss sich nicht ständig in politische Hahnenkämpfe hinneinziehen lassen. Bei einem OB Rockenbauch ginge es nur noch darum, ihn zu schützen und zu halten – oder darum, entsetzt festzustellen, dass er auch nicht anders ist als die anderen. Bei einem OB Turner könnt ihr auswandern, wenn ihr noch in den Spiegel schauen wollt. Denn dann habt ihr versagt.

        @ Felix
        Die Sache mit den Mehrheiten ist sachlich zwar korrekt. Die üblichen Regeln der Demokratie sind aber anders. Deshalb ist das sachlich Korrekte in diesem Fall undemokratisch. Leider, wie z.B. der ursprüngliche Ausstieg aus dem Atomaustieg zeigte, der auch mit einer parlamentariscchen Mehrheit gegen die eindeutige Wählermehrheit durchdepeitscht und erst durch Fukushima wieder gestoppt wurde. Auch ein Grund, nicht dumm zu wählen……

  6. Roland Adam schreibt:

    So sind sie eben die Grünen „Stets nur das Gute“ für den Bürger und das Land im Sinn in altroistischer Marnier . Deshalb fragte ich Fritz Kuhn sowie die Grüne Fraktion BW weshalb sie nicht abtreten und Hannes den Wahlgang lassen …..Es gab nie eine Antwort auf diese Borniertheit ….Aber so lernten wir sie ja auch kennen –statt gemeinsam mal auch mit den Linken wird machtverteidigend getreten -auch wenn ein „Gleich Ziehen“ mit den Linken dem Bürger der Stadt oder dem Land dienlich gewesen waere . Sie haben einfach vergessen wie mit ihnen als frische Partei damals umgegangen wurde ——–und noch schlimmer sie haben dafür ihre Ziele vergessen und verraten , Um zurück zukommen zum Thema —–Hannes ist doch aufgrund seiner langjährigen Gemeinderratsarbeit eher für dem OB Posten geeignet als Herr Kuhn ! Oder ? Deshalb verstehe ich nicht weshalb Hannes aufgeben sollte zu Lasten der Interessen Stuttgarts

  7. Roland Adam schreibt:

    @Felix Stutengarten–kanst du mir mal bitte aufzeigen wo die Beweise für diese Deine Aussage sind ? Zitat:Und wie überzeugend wirkt der erwiesene Antidemokrat Hannes Zitat Ende .

    • Felix Stutengarten schreibt:

      @Roland Adam, gerne. Hier der eindeutige Beweis:
      Folgende Sachfrage wurde gestellt: „Soll versucht werden S21 zu stoppen?“
      Eindeutiges repräsentativdemokratisches Ergebnis im Stuttgarter Stadtrat: Nein!
      Eindeutiges repräsentativdemokratisches Ergebnis im Landesparlament von BW: Nein!
      Eindeutiges basisdemokratisches Ergebnis bei der VA im Land BW: Nein!
      Eindeutiges basisdemokratisches Ergebnis bei der VA in der Stadt Stuttgart: Nein!
      Gleichzeitig existiert kein einziges gültiges demokratisches Votum für einen Ausstiegsversuch.

      Rockenbauch kündigt an, auch wenn er nur mit kleiner einfacher Mehrheit gewählt würde, würde er jeden Versuch unternehmen S21 zu stoppen. Also würde er sich über sämtliche demokratischen Wählerentscheidungen hinwegsetzen.
      -> Rockenbauch ist Antidemokrat!

      q.e.d.

      • ElisabethHD schreibt:

        Felix! Nehmen Sie doch mal Ihre Scheuklappen ab und fangen Sie an zu denken, so schwer ist das doch nicht!
        Um OB zu werden, müsste Hannes Rockenbauch mehr Stimmen kriegen als jeder andere Kandidat. Wenn er mit der Aussage, er wolle S21 stoppen, diese relative Mehrheit bekäme, dann gäbe es halt inzwischen mehr entschiedene S21-Gegner als entschiedene Befürworter. (Es soll ja gelegentlich vorkommen, dass Leute ihre Meinung ändern und dass sich auch Mehrheitsverhältnisse ändern.) Und selbstverständlich hätte er dann die demokratische Legitimation, auf einen Baustopp hinzuarbeiten.
        (Übrigens, Sie haben immer noch nicht verraten, was Sie an S21 so doll finden.)

      • zwuckelmann schreibt:

        Felix, falls Rockenbauch gewählt würde (was, wie wir alle wissen, eher unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ist; aber gesetzt den Fall), warum wäre er dann ein Antidemokrat, wenn er seinen Wählerauftrag erfüllt und alles daran setzt, S21 über die Möglichkeiten, die er als Verwaltungschef hat, zu Fall zu bringen? Er tut doch nichts Antidemokratisches, wenn er die Leistungsfähigkeit oder die Verträge überprüfen lässt! Wenn dabei alles in Ordnung ist, muss doch niemand etwas befürchten. Wenn S21 fällt, dann nicht, weil Rockenbauch sich antidemokratisch verhalten hätte, sondern an den eigenen Widersprüchen, Ungereimtheiten und den der Bevölkerung aufgetischten, dann nicht mehr zu verheimlichenden Lügen!
        Insofern stimmt Ihr quod erat demonstrandum nicht so ganz.

      • Felix Stutengarten schreibt:

        @ Elisabeth, eine relative Mehrheit Rockenbauchs hat eben gerade NICHT die Aussage, dass es mehr S21 Gegner als Befürworter gäbe. Das versuche ich ja die ganze Zeit deutlich zu machen. Nehmen Sie doch mal Ihre Scheuklappen ab …
        Zur Verdeutlichung ein ganz einfaches Gedankenspiel:
        Kuhn (sagt S21 ist nicht toll, aber VA gilt, keinen Ausstiegsversuch, „Obstruktion wird es mit mir nicht geben“) : 24%
        Wilhelm (sagt S21 ist irgendwie so mittelgut, VA gilt, kein Ausstiegsversuch): 24%
        Turner (sagt S21 ist super, VA gilt, kein Ausstiegsversuch): 24%
        Rockenbauch (sagt S21 ist total doof, VA interessiert mich nicht, alle denkbaren Ausstiegsversuche): 28%

        Also 72% der Wähler für: VA gilt, keinen Ausstiegsversuch!
        zu 28% der Wähler für: VA interessiert mich nicht, alle denkbaren Ausstiegsversuche!

        Dann wäre Rockenbauch gewählt und würde Obstruktion betreiben. In der Sachfrage, ob S21-Ausstiegsversuche unternommen werden sollen, würde er also die demokratische Wählermehrheit übergehen.

        -> Rockenbauch ist ganz klar ein Antidemokrat!

        Darum nochmal: q.e.d.

      • Felix Stutengarten schreibt:

        @Zwuckelmann,
        Rockenbach will alle erreichbaren Hebel zur Störung des Projekts in Bewegung setzen. Wenn er nur die wenigen noch offene bahntechnischen oder juristischen Detail- und Sachfragen klären wollte, wäre nichts einzuwenden. Die paar offenen Fragen kann man klären, und währenddessen an S21 weiter arbeiten.

        Bei Rockenbauch steht aber zu befürchten, dass er obwohl Leistungsfähigkeit und Verträge bestätigt sind, alle möglichen Steine, Stöckchen und Nebelkerzen finden wird, um das Projekt sinnlos zu stören, zu verzögern, zu verteuern und zu beschädigen.

  8. Viktor schreibt:

    Für Stuttgart 21 Gegner wäre Turner alsOB das kleinere Übel. Die Fronten wären klar.
    Ein OB Kuhn wäre die Bestätigung der Kretschmann´schen Linie im Umgang mit den S21-Gegnern seit den Landtagswahlen. Es wäre das „YES“ wird haben es richtig, korrekt und fair gehandhabt. Wer dieser Meinung ist – der kann Fritzle wählen.
    Meines Erachtens sind Kuhnwähler niemals Park -und Bahnhofsschützer (gewesen), sondern sie gehören zur Fraktion „Hefezopfverteiler, Eventprotestler, etc… Leute, die sich im Parkschützerforum um den Leiterwagen der Versorger streiten, Leute die jeden Tag massenhaft den mainstream verlinken-um sich über selbigen zu empören, Leute die aus der VA und den Landtagswahlen nicht gelernt haben, die aber auch denjenigen in den Rücken fallen, die von der Polizei willkürlich kriminalisiert und von der Stuttgarter Staatsjustiz abgeurteilt werden. Wer davon nicht betroffen ist, wer sich das Wort „Gleichgültigkeit“ auf die Stirn geschieben hat, wer vermeintlich kleinere Übel wählt, anstatt GAR KEIN Übel zu wählen – der soll doch bitte auch nicht am 30.9 herumjammern ! Rot-Grün ist nicht nur Stuttgart 21, Rot-Grün ( schon richtig die Reihenfolge ) ist die Fortsetzung dessen, was Schwarz-Gelb installiert hat, obwohl die neue Landesregierung es jederzeit ändern könnte. Sie tut es nicht ! Die Proler stehen hinter ihrem Kandidaten – der S21 Protest steht am Ende vermutlich hinter Kuhn.
    Schließen möchte ich einem Zitat aus Svenna Triebler´s hervorragendem Beitrag zu den Grünen und ihren Wählern mit der Überschrift „Der entzauberte Forsch“. Dort heißt es:
    “ Wer sind all diese Sympathisanten, und wie verzweifelt müssen sie sein ? Zum einen wäre da die Stammkundschaft: kreative Irgendwasmitmedienmacher die mit TAZ-Abo, Akademikerpärchen, die sich in Eigentumswohnungen breitmachen, wo vor einigen Jahren noch bezahlbarer Wohnraum war, Ökomuttis, die für die Hamburger Schulreform gestimmt haben, weil sie Klein-Cyprian ohnehin lieber durch die Waldorfpädagogik als auf der Restschule verdummen lassen.
    Kurz: jende Vertreter des Weltgewissens, die sich ihre penetrante Selbstgerechtigkeit nicht nur finanziell, sondern durch fortgesetzten Selbstbetrug leisten können. “
    Also betrügt Euch weiter – ihr entzauberten Frösche. Das Opfer ist bereits vollbracht – man sieht es rund um den Hauptbahnhof.

  9. ElisabethHD schreibt:

    Ach, Felix!
    Sie selbst schreiben:
    „Kuhn (sagt S21 ist nicht toll, aber VA gilt, keinen Ausstiegsversuch, “Obstruktion wird es mit mir nicht geben”) : 24%
    Wilhelm (sagt S21 ist irgendwie so mittelgut, VA gilt, kein Ausstiegsversuch): 24%“
    Und diese Hälfte der Wähler, die S21 halt akzeptieren, weil es ihnen egal ist oder weil sie glauben, es nicht mehr verhindern zu können, wollen Sie nun zu den Pro-lern in die gleiche Schublade stecken? Sind noch so viele gelbe Schippchen übrig, dass Sie nun die armen Kuhn- und Wilhelm-Wähler als Schaufelträger rekrutieren müssen?
    (Und, immer noch unbeantwortet: Warum sind Sie so scharf auf S21?)

  10. Vega schreibt:

    Die Gegner leben mehr und mehr in einer Parallelwelt. Der Landtagswahlerfolg scheint tiefe Spuren hinterlassen zu haben. Dabei stellte sich dieser Erfolg doch folgendermaßen dar; die Grünen wurden als zweitstärkste Fraktion und einzige Partei gegen Stuttgart 21 in den Landtag gewählt und konnten die SPD, eine Partei mehrheitlich für Stuttgart 21, als Koalitionspartner gewinnen. Nichts also mit „absoluter Mehrheit“ gegen Stuttgart 21 oder sonstigem. Man musste sich notgedrungen auf eine Volksabstimmung einigen, die verfassungsrechtlich nicht anders zu stellen war und deren Fragestellung viele verwirrt hat. Beide Seiten haben im Vorfeld die Abstimmung de facto als Abstimmung über das gesamte Projekt verstanden; erst weit später und nach der Niederlage kam von den Gegnern der Einwand, es habe sich nur um die Finanzierungsfrage des Landes gehandelt. Das ist zwar richtig, aber unaufrichtig. Hätte eine Mehrheit mit „Ja“, auch ohne Quorum, gestimmt – der Protest hätte das als „Nein zu S21“ für sich verbucht. Man muss sich einmal den Umkehrschluss vorstellen – die Bahn hätte nach einer überwältigenden Ja-Mehrheit einfach ohne Mitfinanzierung des Landes weitergebaut. Die Wut in den Reihen der Gegner wäre grenzenlos gewesen. Die Montagsdemonstrationen haben sich nach der Schlappe schnell wieder erholt, es demonstrieren noch immer einige Hundert jede Woche; nachhaltig hat der Protest aber seine Sympathien in der Bevölkerung und den meisten Medien verloren. Für die allermeisten Menschen, sogar im Raum Stuttgart, ist das Thema gegessen. Wir sehen im Vorfeld der OB-Wahlen, wie das Thema S21 nun wieder hochgekocht wird. Rockenbauch begeht den selben Fehler der Grünen. Er suggeriert, er könnte in der Position des Oberbürgermeisters das Projekt noch stoppen. Das ist eine heuchlerische Haltung, ihm geht es nur um möglichst alle Stimmen der Stuttgart-21-Gegner und damit einen möglichen Wahlsieg. Obwohl ich Kuhns persönlich nicht ausstehen kann, muss man trotzdem eingestehen, dass er seine Lage und S21 sehr realistisch einschätzt. Er erkennt an, dass es bestehende Verträge und das Baurecht der Bahn gibt. – Stuttgart 21 ist von außen nicht mehr zu stoppen -. Ein OB Rockenbauch wäre der GAU; er würde für viele weitere Jahre die Spaltung in der Stadt zementieren.

    • ElisabethHD schreibt:

      „Er (Rockenbauch) suggeriert, er könnte in der Position des Oberbürgermeisters das Projekt noch stoppen.“
      Ob ein OB das kann, müsste doch der Herr Schuster wissen. Der hat doch immer betont, der Schutz des Mineralwassers stehe an oberster Stelle. Wenn das mehr war als eine leere Floskel, HAT ein OB die Mittel, um ein schädliches Projekt zu stoppen.
      Vielleicht solltet ihr Stuttgarter ihn zum Abschied mal fragen, wie er das angepackt hätte.

    • seriousguy47 schreibt:

      @ vega
      In Sachen VA widerspreche ich. Es wurde bereits weit im Vorfeld darüber öffentlich diskutiert, dass es sich dabei nicht um ein Ja oder Nein zu S21 handelte und auch nicht handeln konnte, weil das rechtswidrig gewesen wäre. Es wurden auch sonst jede Menge begründete Zweifel an dieser VA geäußert. Hier wurde von Grün-Rot getrickst und manipuliert.

      In Sachen Parallelwelt volle Zustimmung von mir. Eine Farce im Marxschen Sinne ist der Umstand, dass den Alt-Grünen jetzt in der Provinz genau die Parallelwelt entgegenschlägt, in der sie selbst als 68er gelebt haben. Sie haben in der folgenden Kohl-Ära bitter dafür gebüßt. Nicht umsonst hat sich Kretschmann als grüner Moses in der Wüste zurecht phantasiert. Die Sehnsucht der S21.Gegner nach Turner kann ich nur noch als kranke Sehnsucht nach Selbstgeißelung betrachten. Leider ist das kein masochistisches Privatvergnügen, sondern man bombt B-W auf diesem Wege zurück in die CDU-Steinzeit. Offenbar hat man vergessen, was da Einzelne für Opfer gebracht haben, um diese grün-rote Bresche in das System Mappus zu schlagen. Jetzt zählt nur noch Narzismus und Machtgeilheit.

      Bevor nicht auch der Letzte endlich kapiert, dass der parlamentarische Weg zu einem Projektende durch die herrschenden Mehrheitsverhältnisse auf absehbare Zeit blockiert ist und andere Wege im System genutzt werden müssen, für die ein grüner OB den Rücken freihalten und vielleicht auch unterstützen kann, wird der Widerstand sich selbst kastrieren.

      Mit dem Rockenbauch-Theater offenbart der Struttgarter Widerstand nur eines: die politische Klugheit verliert an Boden und der nach vorne drängende Wutbürger will nur noch wüten.

  11. Roland Adam schreibt:

    da fehlt einiges vega —cdu fdp hatten angeboten den va das muraorium zu verkleinern grün -rot lehnte das ab ! Grube hatte schon im Vorfeld der Va geaeussert egal wie er ausgeht –er baut weiter -CDU FDP sprachen auch davon diesen nicht anzuerkennen ggf zu klagen —
    Egal wie man nun zu diesem VA steht —es gab auch ein schlichtungsergebniss selbiges wurde in den VA einbezogen ——Aber von Grün Rot ausgehebelt was die Baeume im Schlossgarten anbelangt das Fällen wurde ermöglicht weil Grün rot ein nach Möglichkeit hinzufügten –Die Grünen einigten sich auch darauf nicht gegen die Mischfinanzierung zu klagen ..entgegen ihrem Wahlversprechen –Die Grünen schauen auch zu wenn das Recht gebeugt wird einseitig um Bahnhofsgegner in die Knie zu zwingen —Die Grünen in BW sind bzgl S21 zu kleinen Wölfles verkommen -und es tut mir weh das ekennen zu müssen . Kretschmann war einer der allererten den den Stresstest anerkannte –er war es der vor der kamera Lug und Betrug durch die Bahn damit rechtfertigte –Der Bürger habe abgestimmt -er wusste wie die Bahn arbeitet -er wollte es so ..Untersteller verkündete auf dem Marktplatz -Die Mineralwasser sind sicher –vor der VA zu einem Zeitpunkt wo schon die Spatzen wussten die angegebene Menge zum managen passt nicht. Kurz und bündig -haette Grün anders regiert braeuchte man heute nicht zu bangen –eine Koalition ist keine Entschuldigung es muss auch soetwas wie Rückgrat und Charakter in einer Partei vorhanden sein —Nicht nur bzgl S21 ist da einiges zu vermissen —Autobahnausbau –6 streifig –kein protest —lehrerstellenabbau –Lehrstuhl für Waffenforschung –Primatenforschung –Feinstaubpolitik waeren da auch noch auf die Schnelle zu nennen ……Wenn Machterhalt höher angesiedelt wird als Ehrlichkeit Rückgrat und Charakter einer Grünen Partei muss man sich über Gegenwind nicht wundern …..

  12. Roland Adam schreibt:

    quorum absenkung meinte ich natürlich nicht muratorium –sorry

  13. Vega schreibt:

    @ ElisabethHD

    Rockenbauch als OB wäre ein Armutszeugnis für Stuttgart. Er würde S21 nicht stoppen, höchstens sinnlos politischen Streit und Mehrkosten verursachen. Mit Kuhn hätten wir meines Erachtens die wenigsten Probleme. Turner wäre wieder eine tolle Zielscheibe für alle Bahnhofsgegner, weil er kein Politiker des links-grünen Pseudobürgertums ist. Ich war heute übrigens am Bahnhof; von Protest keine Spur, eine Dame mit K21-Tasche war das einzige, was mir aufgefallen ist. Auch kaum Autos mit Aufklebern. Ein paar Fortuna-Fans, sonst nichts. Also alles bestens 🙂

    @ Roland Adam

    Der Autobahnausbau ist doch absolut richtig. Auch von 1998-2005 wurden unter den Grünen Autobahnen ausgebaut. Warum auch nicht? Wie man es dreht und wendet; die Grünen waren die einzige Partei gegen S21. Sie hätten alle ihre Versprechungen einlösen können, wenn sie die absolute Mehrheit erhalten hätten. Ansonsten hätte sich die SPD bei einer kompromissunfähigen Grünenpartei in eine Große Koalition begeben. Das hat man ja in Berlin gesehen. Was also soll dieses Grünen“bashing“?

  14. Roland Adam schreibt:

    ja bei euch ist immer alles bashing ! habe verstanden unterliegt wohl dem gleichen sinn -wie autobahnen ausbauen goldrichtig ! Zu der Zeit als ich noch Parteimitglied der Grünen war waren unsere Ziele —Verkehr auf die Schiene -runter von der Strasse —–Ich denke ich muss nicht eklären was steigender Individualverkehr auf der Strasse bedeutet ?

    Wir wollten Nahverkehr zum o verkehr –Güter von der Strasse auf Schiene und Wasserstrasse —Ausbau des Schienenverkehrs ——–kein Rückbau und Ausverkauf —Landverbrauch wollten wir verhindern -einsparen ———–Und ja wir haben immer noch Waldsterben –sauren Regen -auch wenn niemand drüber spricht ———Autobahnausbau .ist wie Ramsauers Spruch Gigaliner 33 % Ersparnis gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen ………..Nein sorry das ist nicht mehr die Grüne Politik mit der ich mich identifizieren kann —————–Und last not least die Grünen waren nicht die Einzige Partei gegen s21 ! Und ob Kretschmann es je wahr –ich habe da andere Erinnerungen an Aussagen von ihm schon vor der Wahl ! Es geht nicht drumm kleines Übel grosses Übel -Übel ist Übel –und ich waehle und unterstütze nichts Übles —

  15. Vega schreibt:

    Die Linke war unter anderem auch gegen S21, aber die hat es nicht in den Landtag geschafft. Die Grünen waren die einzige Partei im 2011 gewählten Landtag, die gegen das Projekt war. CDU und FDP dafür, die SPD auch mehrheitlich. Ich verteidige nur die Position der Grünen zu S21. Alles andere kümmert mich nicht. Ich habe diese Partei nie gewählt und werde sie in absehbarer Zukunft auch nicht wählen.

    Die Bahnhofsgegner waren nach der Landtagswahl in der Minderheit und haben auch die Volksabstimmung über die Finanzierung des Landes verloren. Vorher gab es schon bestehende Verträge zwischen Bahn, Land, Bund, etc. Mit welchem Recht also will man das Projekt jetzt stoppen?

    Natürlich würde niemand offensichtlich „Übles“ unterstützen. Zu S21 gibt es zwei sehr unterschiedliche Standpunkte. Die einen meinen, es wäre Rückbau, die anderen sehen die vielen Vorteile und erwarten eine Steigerung der Leistung um 30%. Mit welchem Recht will die eine Seite ihre Meinung durchdrücken, wo sie doch nachgewiesen in der Minderheit ist?

  16. Roland Adam schreibt:

    Wenn S21 tatsächlich dem Schienenverkehr nutzen würde incl 30 % Leistungssteigerung —ich waere hier wohl nicht so angagiert …Allein die Tatsache –das dieses Modell vielen Städten angeboten wurde -um der Bahn finanziell die Borsenpläne zu ermöglichen -zeigt doch auf das es weniger um besseren Schienenverkehr geht und ging .! Der Abbau des Schienenverkehrs wird heute schon deutlich ——-

  17. ElisabethHD schreibt:

    „Zu S21 gibt es zwei sehr unterschiedliche Standpunkte. Die einen meinen, es wäre Rückbau, die anderen sehen die vielen Vorteile …“
    Ja, das ist ein Grundproblem: Es gibt viele Meinungen und wenig Wissen. Die einen findens gut, die andern findens schlecht, und weil die eine Meinung an einem Stichtag mehr Änhänger hatte, bauen wir jetzt halt das Ding, auch wenn keiner weiß, ob es toppt oder floppt. Schaun wir mal, irgendwann werden wir schlauer sein.
    Das kann man machen. Das findet in jedem Labor statt und man nennt es ein Experiment.
    Aber S21 wird aus dem Verkehrsetat bezahlt, nicht vom Wissenschaftsministerium. Und S21 ist ein Experiment im Freiland und mit lebenden Menschen, und allein der Versuchsaufbau dauert mindestens zehn Jahre.
    Bevor ein halbwegs vernünftiger Mensch Milliarden in die Hand nimmt und eine halbe Stadt untertunnelt, um einen Bahnknoten umzubauen, klärt er doch erst einmal die Fakten:
    Brauchen wir das neue Ding? (Was leistet die existierende Infrastruktur? Was brauchen wir für die Zukunft? Was wird das Neue taugen? Welche Risiken können auftreten?..)
    Und diese Fakten sind IMMER NOCH NICHT geklärt.
    Die Leistung des Kopfbahnhofs ist nicht seriös untersucht, weil die DB AG ihre Daten nicht rausrückt. Der Widerspruch zwischen den 30 Zügen der Personenstromanalyse und den 49 im Stresstest ist nicht aufgeklärt. Der IC-Anschluss am Flughafen war eins der Hauptargumente für S21, und beim Filderdialog stellte sich raus, dass noch nicht mal untersucht wurde, wie viele Leute den nutzen würden. Es ist völlig unklar, wie das Grundwasser gemanagt werden soll.
    Es kann keiner halbwegs seriös beurteilen, wann, wie und zu welchem Preis das Ding fertig werden könnte. Und, vor allem; Es hat bisher niemand überzeugend begründen können, dass das Ding überhaupt notwendig ist.
    Wer so ein unausgegorenes und fragwürdiges Projekt mit öffentlichen Mitteln finanziert, der tut etwas „Übles“, selbst wenn keine Hänge rutschen und das Mineralwasser nicht an der falschen Stelle hochkommt.
    Und stoppen kann man das Projekt mit dem gleichen Recht wie vorher: Wenn begründete Zweifel an der Notwendigkeit und dem Nutzen bestehen, ist es ein Schaden für die Allgemeinheit, dafür Geld auszugeben und Risiken einzugehen.

  18. Vega schreibt:

    Bei so gut wie allen Infrastrukturprojekten gibt es vorher Unwägbarkeiten und Widerstände. Vor allem während des Vollzugs. Dies zum Anlass zu nehmen, im Zweifelsfall nicht mehr zu bauen, kann ja wohl nicht ihr Ernst sein. In Stuttgart gibt es eine Reihe von Tunneln, die ganz oder teilweise im Anhydrid liegen. Man kann wohl kaum von einem „Experiment“ sprechen.

    Was sie immer gegen S21 anführen sind doch GENAU die gleichen „Argumente“, die schon bei der Neubaustrecke nach Mannheim und bspw. der B27 genannt wurden; zu groß, zu teuer, es besteht kein Bedarf etc. Heute fahren die S21-Demonstranten auf der B27 von Tübingen aus an den Bahnhof. Das ist doch schizophren.

    • ElisabethHD schreibt:

      Die Argumente gegen S21 sind NICHT „zu groß, zu teuer, es besteht kein Bedarf“; sondern „zu klein, zu teuer, zu riskant, am Verkehrsbedarf vorbei geplant und deshalb nutzlos.“
      Der Vergleich mit der NBS Mannheim-Stuttgart hinkt vorne und hinten: Der Nutzen der Schnellstrecke war meines Wissens nie umstritten. Sie ist ein ehrliches Verkehrsprojekt, sie verringert die Fahrzeit auf der wirklich wichtigen Strecke zwischen dem Ballungsraum Stuttgart und dem Ballungsraum Rhein-Neckar um die Hälfte und wird auch von Güterzügen genutzt. (Natürlich gab es trotzdem Proteste dagegen, weil sich kein Bauer gern sein Land wegnehmen lässt.)
      Der Verkehrsnutzen des ganzen „Bahnprojekts Stuttgart-Ulm“ ist aber mehr als fragwürdig. S21 ist ein Bau- und Stadtentwicklungsprojekt, das notdürftig als Verkehrsprojekt getarnt ist, damit öffentliche Gelder fließen. Und weil es kein wirkliches Verkehrsprojekt ist, weil man nur irgendwie diese störenden Gleise unter die Stadt stopfen muss, ist es auch so unseriös geplant (30 Züge? 49 Züge?) und so abgrundtief verlogen, dass man es auch nur mit Brutalität (30. September 2010) und Verlogenheit (27.11.2011) durchsetzen kann.
      In der Beziehung ist S21 wirklich einzigartig, glaube ich.

  19. Vega schreibt:

    „Der Nutzen der Schnellstrecke war meines Wissens nie umstritten. Sie ist ein ehrliches Verkehrsprojekt, sie verringert die Fahrzeit auf der wirklich wichtigen Strecke zwischen dem Ballungsraum Stuttgart und dem Ballungsraum Rhein-Neckar um die Hälfte“ Ha ha ha. Ich würde nur zu gerne wissen, was sie während der Planung der Schnellfahrtstrecke vor einigen Jahrzehnten gesagt hätten, aber ganz bestimmt nicht sowas wie heute. Sie sind so abgrundtief verbohrt, dass man eigentlich nicht weiterdiskutieren sollte. Wer die VA als „verlogen“ bezeichnet, der hat gar nichts verstanden.

    • ElisabethHD schreibt:

      Da ich nicht zu den Leuten gehörte, die unter dem Bau zu leiden hatten, da der Nutzen der Strecke so offensichtlich war, dass sie auch nicht mit Wasserwerfern und einer landesweiten Demokratie-Inszenierungen durchgesetzt werden musste, hätte ich damals wahrscheinlich das Gleiche gesagt wie jetzt.
      Den Leuten wurde vor dem Referendum vorgegaukelt, sie bekämen S21 PLUS zum Festpreis und man müsse dieses Ding nur noch „fertigbauen“. Noch nicht einmal die grundlegenden Tatsachen, dass der „Schlichterspruch“ völlig unverbindlich ist und dass wichtige Teilstücke weder geplant noch genehmigt sind, war in der Infobroschüre der Landesregierung zu finden. Nach dem Referendum wurde den Leuten erzählt, jetzt habe eine Mehrheit für S21 gestimmt und nun müsse es gebaut werden. Die Leute haben über ein Phantom abgestimmt, und es wird ihnen verschwiegen, dass ein gescheitertes Referendum rechtlich folgenlos ist.
      Wenn Sie da keine Lügen erkennen können – liegt es vielleicht am Eigeninteresse, das Ihren Blick trübt?

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