24.11.2011 #s21 Den Befürwortern geht es nicht ums Bürgerwohl #9000 #LGNPCK

Als denkender, vernünftiger Mensch kann man sich nur wundern, mit welcher Vehemenz die verschiedenen Befürworter-Gruppen die schlagenden, besseren, vernünftigeren Argumente der Gegner von Stuttgart21 bekämpfen oder meistens einfach ignorieren. Dabei werden die Argumente der Gegner in der Regel nicht widerlegt, sondern durch die PR-Übermacht mit emotionalen statt rationalen Äußerungen überschrien – wie man am Video in der großen Schalterhalle sehen kann oder ganz aktuell am Lügenbrief von OB Schuster.

Diese Vehemenz erklärt sich leicht, wenn man sich die Motive der Pro-Fraktion und die Logiken, nach denen sie handeln, vor Augen hält. Den verschiedenen Befürworter-Gruppen geht es nämlich nicht primär um die beste, vernünftigste Lösung für die Bürger Stuttgarts und der Region, sondern um die jeweils für sie beste Lösung.

Die Bahn: Die Motive der Bahn, an S21 festzuhalten, sind offensichtlich. Sie profitiert enorm von diesem Projekt – und das nicht unbedingt langfristig, sondern besonders kurz- und mittelfristig, indem viel Geld in den kommenden fünf Jahren von Bund, Land und Stadt in ihre Bahnbilanzen fließt. Das führt dazu, dass vor allem auch Grube ein vitales Interesse an S21 hat, denn ein guter Teil seiner Tantieme werden durch S21 und dem Ergebnis der Bahn bestimmt. Interessant ist natürlich, dass wie so oft die Gewinne für die Bahn privatisiert, die Risiken und die absehbaren Zusatzkosten aber sozialisiert werden, weil die Bahn sich schlicht weigert, die Zusatzkosten zu übernehmen (obwohl es laut Bahn zu keinen nennenswerten Mehrkosten kommen wird). Dieses Modell ist natürlich äußerst attraktiv für die Bahn und führt dazu, dass sie weder ein ernsthaftes Interesse an einer transparenten und korrekten Kostenrechnung hat noch an realistischen Risikoberechnungen noch am realen Nutzen für ihre Endkunden.

Unternehmen und Wirtschaftsverbände: Für Unternehmen gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Stuttgart21 stellt für viele Unternehmen natürlich eine riesige potenzielle Nachfrage in Aussicht, die das Projekt durchaus attraktiv für sie macht. Es geht hier nicht nur um den neuen Bahnhof, sondern viel mehr um die neuen, freiwerdenden Flächen, die mit vielen Milliarden Euro bebaut werden sollen und eine lang sprudelnde Geld- und Auftragsquelle verheißt. Die Unterstützung des Projekts hat deshalb nichts mit Vernunft oder allgemeiner Ratio zu tun, auch nichts damit, dass Stuttgart21 den Bürgern zu Gute kommt. Die Logik von Unternehmen kennen diese Kategorien nicht und handeln deshalb nicht danach. Insofern ist es nur verständlich, dass viele Unternehmen und Wirtschaftsverbände S21 unterstützen, denn ein Teil wird Jahrzehnte lang davon profitieren! Ein zusätzlicher, nicht zu unterschätzender Effekt dieser Handlungslogik ist, dass für die Unternehmen das Projekt gar nicht teuer genug werden kann! Je teurer, desto besser!

CDU/FDP: Egal ob im Bund, im Land oder in Kommunen – die CDU hofft selbstverständlich darauf, dass S21 die Koalition von Grünen und SPD zu Fall bringt. Gerade auf Bundesebene wäre für Frau Merkel nichts hilfreicher, als dass die Baden-Württembergische Koalition über S21 zerbricht, würde es doch zeigen, dass es nur eine Alternative gäbe und sie damit im Bundesrat wieder eine Mehrheit erhielte. Deshalb können wir auch lange darauf warten, dass die Bahn auf Weisung von Frau Merkel in dem Streit einlenkt. Selbst wenn die Führung der CDU in Bund und Land einsähe, dass S21 Unsinn ist, spricht das parteipolitische Kalkül, das vollkommen auf Machterhalt ausgelegt ist, dagegen, dieses, solange es hier eine Regierung ohne Unionsbeteiligung gibt, je einzugestehen.

SPD: Das Verhalten der SPD ist absurd. Einerseits ist sie Juniorpartner der Regierungskoalition, hat das schlechteste Ergebnis bei Landtagswahlen seit der Nachkriegszeit eingefahren – und hat dennoch zentrale Ministerien erhalten und spielt sich auf wie der Gewinner schlechthin. Dass sich die Grünen darauf eingelassen und es nicht haben darauf ankommen lassen, dass die SPD sich der CDU andiente (was sie endgültig unglaubwürdig gemacht hätte), ist den Grünen anzukreiden und lässt sich nur durch die fehlende Erfahrung von Regierungsverantwortung erklären. Warum die SPD aus S21 eine Sollbruchstelle der Koalition macht, zeigt nur, dass sie ganz bestimmt im Kalkül hat, in wenigen Jahren mit der CDU zu paktieren. Dass die Grünen sich dennoch von der SPD an der Nase herumführen lassen, ist wirklich schade.

Schuster: OB Schuster ist schon lange nicht mehr ernst zu nehmen. Er verschickt einen tendensiösen Brief an alle Stuttgarter Bürger, in dem er offensichtliche Lügen, die bereits längst widerlegt sind, als Wahrheiten verbreitet. Der Brief ist vom Steuerzahler bezahlt und wird ihm hoffentlich auf die Füße fallen. Er unterstützt dieses Projekt so stark, weil er komplett neben der Spur ist und vielleicht damit hofft, dass man sich in einigen Jahren an ihn als S21-OB erinnert. Klug ist das nicht, es ist nicht das beste für die Stadt und wird ihm das Kreuz brechen, da bin ich mir sicher.

Das alles zeigt, dass die Pro-Fraktion mit vollkommen anderen Logiken und einer anderen Vernunft kämpft als die breite Bürgerbewegung gegen S21. Ihr geht es nicht um dieselben Vor- und Nachteile, die die Gegner des Bahnprojekts herausgearbeitet haben. Ihre Handlungslogik folgt anderen, egoistischen Prämissen, nicht primär dem Wohle der Bürger von Baden-Württemberg und Stuttgarts. Das Verhalten der Befürworter muss man deshalb nicht verurteilen, denn es folgt eben ihrer eigenen rationalen Logik, aber man sollte es wissen und zur Kenntnis nehmen und darauf aufmerksam machen. Das erklärt auch, warum die Pro-Fraktion mit solch harten Bandagen und derart verbissen gegen die besseren Argumente der Gegner kämpft. Und schließlich ist auch bekannt, dass sich die Mafia in Baden-Württemberg und speziell in Stuttgart fest eingenistet hat. Mich persönlich würde es nicht wundern, wenn sie auch hier die Finger im Spiel hätte, denn immerhin geht es um viele Milliarden in diesem Mega-Immobilienprojekt.

Vor diesem Hintergrund sollten wir uns klar darüber sein, dass unser Widerstand gegen Stuttgart21 noch lange nicht zu Ende sein wird, egal wie die Volksabstimmung ausgeht. Es ist tatsächlich ein Kampf David gegen Goliath – aber wir wissen ja, wer dort gesiegt hat. Ich bin mir sicher, dass irgendwann ein kleines Steinchen von uns genau dort treffen wird, wo es treffen soll und S21 in sich zusammenbrechen wird!

Oben bleiben!

Noch ein Wort zu Kretschmann: Kretschmann hat sich gestern klar dazu geäußert, dass die Volksabstimmung verloren sei, wenn das Quorum nicht erreicht würde. Damit dürfe die Bahn bauen. Diese Äußerung ist richtig, Kretschmann kann nichts anderes sagen – denn sonst bräche er die Verfassung und stünde im übrigen mit dem Verfassungsbrecher Mappus auf einer Stufe! Das kann niemand wollen und niemand verlangen. Kretschmann hofft noch immer, dass er das Projekt über die Kosten stoppen kann. Wie das genau gehen soll, bleibt bisher sein Geheimnis. Auch deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als auf die Straße zu gehen!

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20 Antworten zu 24.11.2011 #s21 Den Befürwortern geht es nicht ums Bürgerwohl #9000 #LGNPCK

  1. Arno Nühm schreibt:

    Sie vergessen die Bürger. Ich bin in keiner Partei, kein Bahn-Angesteller, in keinem beteiligten Unternehmen und profitiere nicht finanziell von S21.Was ich dadurch bekomme ist mehr Freizeit, mehr Zeit mit der Familie, schnellere Reisen, einen bequemeren und im Winter nicht so kalten Bahnhof, vom Wohnort einen schnellen Zugang zum Flughafen (ohne Auto) und noch vieles mehr.Vielen Anderen geht es genauso wie mir.Gehen Sie auf die Straße, ich bleibe im Warmen.

  2. Oberbayer schreibt:

    Da ist sie wieder, die große Verschwörung. .Aber warum nur verhindern diese Verschwörer nicht die Volksbefragung? Eine Klage, und sie wäre tot.Oder findet die Verschwörung ev. doch nur in Ihrem Kopf statt?

  3. dichtbert schreibt:

    @Arno Nühm: ja ja di eBürger und einige gehen dem von Zwuckelmann völlig zu recht genannten Profiteuren auf den Leim, oder auch nicht. Träumen Sie weiter, denn ich finde es erschreckend, dass sich Menschen gerne belügen lassen. Die Erde ist für den befürwortenden Bürger eben eine Scheibe 😉

  4. Zwuckelmann schreibt:

    Ich verweise Sie einfach mal auf http://zwuckelmann.posterous.com/aufklarung-fur-unentschlossene-s21-cams21-jaVerschwörungstheorie? Träume?Jeder vernünftige Mensch und Bürger kann danach nicht mehr mit Nein stimmen!

  5. Arno Nühm schreibt:

    Zu den Quellen zu den Berichten hatte ich auch schon kommentiert. Da haben Sie dann geschwiegen. Da hatten doch so Leute wie Herr Luik behauptet, in den Tunneln seien keine Oberleitungen vorgesehen und möglich. Ein anderes Mal wurde behauptet, es könnten keine Doppelstockwagen fahren. Darf ich diesen Berichten der S21-Gegner und der angeschlossenen Journalie glauben?NEIN, ich mache es nicht.

  6. dichtbert schreibt:

    @Arno Nühm: Glauben… tja Sie glauben eben fest an die alte, verkrustete Wirtschaftsordnung.Angst vor wirklicher Veränderung und den Pseudofortschritt fest im Blick. Allein die Unternehmer, die sich für dieses Schwachsinnsprojekt öffentlich stark machen geben so ein jämmerliches Bild ab und unterstreichen damit noch mal die verkrusteten archaischen Strukturen. Diese Denkmuster lassen tief blicken: Angst, die blanke Angst, das eben nichts mehr so abläuft, wie es bisher war. Dabei ist das bitter nötig. Tun Sie sich selbst einen gefallen und legen Sie diese überholte Weltanschauung ab und Sie werden merken, dass Vernunft der Besser Weg ist. BW ist nicht durch überteuerte Prestigeprojekte so erfolgreich geworden. Auch Sie werden keine einziges Großprojekt nennen können, welches BW entscheidend vorangebracht hat oder dafür gesorgt hat, dass es den Menschen hier überdurchschnittlich gut geht 😉

  7. Arno Nühm schreibt:

    @dichtbert: Bezogen auf die Kosten ist S21 nicht wirklich ein Großprojekt. Was kostet es heute, ein neues Mercedes- oder Porsche-Modell zu entwickeln? Wieviel stecken einige der Befürworter-Unternehmen jedes Jahr in Forschung und Entwicklung in BW?Fortschritt, und auch Forschung und Entwicklung, bedeutet sich ständig mit Neuem auseinanderzusetzen. Genau das machen aber die S21-Gegner nicht. Sie wollen keine Veränderung. Warum möchte man die alten Schienen nicht antasten, warum möchte man Stuttgart nicht erneuern, warum ist man gegen schnelleren und bequemeren Bahnverkehr?

  8. dichtbert schreibt:

    genau das Gegenteil ist richtig: Die S21 Gegner wollen das System verändern. Befürworter wollen das System behalten. Wenn Sie die von Ihnen genannten Unternehmen (Porsche/Daimler) für fortschrittlich halten, dann haben Sie die Begriffe Zukunft und Fortschritt immer noch nicht begriffen. Kein anderer Industriezweig hat sich so in eine Sackgasse entwickelt, wie die deutsche Automobilindustrie. Mittlerweile will man die Märkte in Asien/China mit dem selben mobilen Unsinn bedienen. Überlegen Sie mal, was es für die Ölreserven dieser Welt bedeutet, wenn nur 1/3 aller Chinesen dieslebe kranke Vorstellung von Mobilität hat, wie sie Daimler und Porsche uns seit Jahren verkaufen. Das Öl wäre schon vor 10 Jahre zu Ende. Ist es also sinnvoll Märkte zu erschließen, indem man andere Länder zu denselben Fehlern verleitet, wie wir sie gemacht haben? Überlegen Sie doch mal etwas länger als 5 Sekunden über dieses Problem. Im übrigen gibt es wichtige Produkte in der Medizin, für die es noch keine Substitution von Erdöl gibt. Ist es also sinnvol das Erdöl in tonnenschweren PS-Monstern von Porsche und Daimler zu verbrennen? Wie schon gestgestellt, DAS bezeichnen Leute wie Sie (also auch die meisten S21 Befürworter) als Fortschritt und Zukunft… Ich nicht! 😉

  9. oberbayer schreibt:

    dichtbert: „BW ist nicht durch überteuerte Prestigeprojekte so erfolgreich geworden.“ Im Augenblick geht es BW sehr gut dank Bosch, Porsche+ Daimler, die ihre Fahrzeuge nach China verkaufen. Das verteufeln Sie dann im nächsten Kommentar.Oder ist nach Ihrer Ansicht die Landwirtschaft entscheidend für den Wohlstand in BW?“Auch Sie werden keine einziges Großprojekt nennen können, welches BW entscheidend vorangebracht hat oder dafür gesorgt hat, dass es den Menschen hier überdurchschnittlich gut geht 😉 “ Doch: Der Ausbau der Eisenbahninfrastruktur des Landes, 1850 – 1900 !

  10. Arno Nühm schreibt:

    @dichtbert: Nun sind wir bei der Energiedebatte. Meine Kritik an Ihrem Standpunkt (Kosten) haben Sie dagegen nicht widerlegt.

  11. Thomas Knauer schreibt:

    Sehr geehrter Herr Nühm,Sicher haben Sie recht, daß Innovation und Fortschritt für Land und Gesellschaft notwendig sind. Nur, wenn ein neues Infrastrukturprojektein älteres ersetzen soll, so muss es z w e i f e l s f r e i besser sein, als das vorherige. (z.b. eine zusätzliche Start- oder Landbahn, oder mehrspuriger Ausbau von Straßen etc.) Dies kann von S-21 nicht in Anspruch genommen werden, da hier bei objektiver Betrachtung sowohl der Befürworterseite (S21), als auch der Gegenerseite (K21), und Abwägung aller Interessen erhebliche Zweifel bestehen.mfG

  12. dichtbert schreibt:

    @Arno Nühm: keine Ahnung was es kostet ein Automodell zu entwickeln, sage Sie es mir. Wäre S21 ein privatewirtschaftliches Unterfangen, wäre es längst eingestampft. Glauben Sie etwa, dass Daimer ein Modell entwickeln würde, bei dem die Kosten überhaupt nicht absehbar sind? Kefer hat gestern quasi die Katze aus dem Sack gelassen. Es wird zu Mehrkosten kommen, Höhe: Unbekannt. Und bei S21 werden zu 100% Steuergelder verbrannt… nurmalso nebenbei. Im übrigen hätte die Bahn die Aufgabe und Pflicht gehabt die bestehenden Infrastruktur zu erhalten und zu warten. Das hat sie im Falle vom HBf Stgt nicht getan, ziemlich abenteuerlich bei einer Planungs-und Bauzeit von etwa 30 Jahren, finden Sie nicht?

  13. Arno Nühm schreibt:

    @dichtbert: Aus eigener Erfahrung: Man kann bei großen Projekten die genauen Kosten nicht im Voraus genau bestimmen.Wissen Sie die Kosten von K21? Was für Gelder würden dort „verbrannt“?Wären Sie jetzt für S21, wenn die Bahn die Mehrkosten übernehmen würde und einen höheren Anteil bezahlen würde…?

  14. dichtbert schreibt:

    @Arno Nühm: „Man kann bei großen Projekten die genauen Kosten nicht im Voraus genau bestimmen.“ soso, und wieso verkaufen dann die Projektbetreiber das Projekt zum Fixpreis von maximal 4,5 Mrd? Finden Sie das in Ordnung die Menschen derart zu belügen und zu verschaukeln und das dann auch noch als demokratisch legitimiert zu verkaufen? Sie machen mir echt Spass. Täuschung und Betrug sind offensichtlich ebenfalls aus Ihrem Vokabular gestrichen worden

  15. oberbayer schreibt:

    @ dichtbertbelügen, Täuschung, Betrug, da sind SIe schnell bei der Hand und disqualifizieren sich als Hetzer: Es existiert kein Fixpreis bei S21. Sondern ein Vertrag mit Preis, einer Sicherheitsreserve und einer Sprechklausel für den Fall weiterer Kostenüberschreitung. Statt zu hetzen, besser informieren. . Ich kann aus eigener Erfahrung Arno Nühm nur recht geben. „Man kann bei großen Projekten die genauen Kosten nicht im Voraus genau bestimmen.“ Und auch bei kleinen nicht, wenn sie zu weit in der Zukunft liegen. Denn: Niemand weis, was die Semmel in 10 Jahren kostet.

  16. oberbayer schreibt:

    Übersetzung: Semmel = Weckle

  17. dichtbert schreibt:

    @oberbayer: beantwortet nicht die Frage, wieso man der Bevölkerung und den Parlamentarieren gebehtsmühlenhaft erklärt, S21 würde auf keinen Fall teurer als 4,5 Mrd werden 😉 Das klingt für den Laien wie ein Fixpreis. Also gibt es die fixierte Obergrenze von 4,5 Mrd oder gibt es sie nicht?

  18. oberbayer schreibt:

    Ich habe den Herren Grube und Kefer in ihren Auftritten zugehört: Sie sind beide nach heutigem Wissenstand überzeugt, daß die Bahn mit 4,5 Mrd auskommt. Und beide haben erklärt, daß man den endgültigen Preis erst bei ca 90% der Fertigstellung kennt und es vorher seriöserweise keine Garantie geben kann. Daher auch die Sprechklausel im Vertrag. In den Zeitungen stand nach der letzten Fernsehdiskussion im SWR „Bahn gibt keine Garantie“Ihre Behauptung „wieso man der Bevölkerung und den Parlamentarieren gebehtsmühlenhaft erklärt, S21 würde auf keinen Fall teurer als 4,5 Mrd“ ist also rein Ihre Erfindung, um dann zu hetzen. Oder haben sie Quellen für eine derartige Behauptung von seiten relevanter Personen?

  19. dichtbert schreibt:

    @oberbayer: machen Sie sich doch nicht lächerlich. KEIN Bahnprojekt ist zu den ursprünglichen Kosten realisiert worden. Alle Projekte wurden am Ende doppelt so teuer. Warum sollte ausgerechnet Stuttgart 21 mit erheblichen geologischen Riskiken und zig Tunnelbauten die Ausnahme sein? Genausogut könnten Sie an den Weihnachtsmann glauben. Sie haben scheinbar die Kostenentwicklung ausgehende von der Aussage „bestkalkuliertes Bahnprojekt“ nicht mitverfolgt. Aber ich will Sie in Ihrem Glauben lassen. Die Erde ist ja für manche auch immer noch eine Scheibe. Schöne Träume

  20. oberbayer schreibt:

    „KEIN Bahnprojekt ist zu den ursprünglichen Kosten realisiert worden.“ Was sind „ursprüngliche Kosten“ bei Ihnen? Wer bestimmt die? Sie? Innerhalb der vertraglichen Vereinbarungen werden die Infrastrukturmaßnahmen in aller Regel abgewickelt.. Weiter oben haben Sie im selben Ton und ebenso falsch festgestellt, daß noch nie ein Großprojekt BW signifikant weitergebracht habe. Der Aufbau der verschiedene Eisenbahnstrecken 1850-1900 hat z.B. einen gewaltigen Aufschwung gebracht. Waren alles Großprojekte damals : Südbahn, Gürtelbahn, Gäubahn, Murgtalbahn….Gehen Sie mal ins DB Museum nach Nürnberg, da gibts viele Quellen dazu.Sie haben sich eine schöne Welt von Vorurteilen gebastelt. Viel Spass weiterhin damit.. Und Danke, daß Sie mich in meinem Glauben lassen. Ich halte die Augen und Ohren offen und schaue mich um, was so vorgeht in der Welt, auch z.B. bei S21, immer entlang von fundierten Argumenten. Ich nehme nicht an, daß Sie jemals was vom 2. S-Bahntunnel in München gehört haben. Ein ähnlich großes Vorhaben wie S21/Bahnhof. Hier hoffen viele, daß S21 morgen scheitert und der Bundeszuschuß dann für München frei wird. Bayern hat BW nicht umsonst in der Wirtschaftskraft überholt.Ich arbeite dann jetzt weiter an meinem derzeitgen (Groß)projekt.

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