31.10.2011 #s21 #cams21 Morgendliche friedliche Pflanzaktion auf dem Feldherrenhügel

Heute früh um 6:30 schlichen sich 8 Aktivisten mit Sträuchern und Banner bepackt unbemerkt durch den Bauzaun am Feldherrenhügel. Es dämmerte gerade, als sie damit anfingen, direkt gegenüber vom Biergarten in die offene Furche auf dem Feldherrenhügel Sträucher und Blumen einzupflanzen. Gleichzeitig wurde ein Transparent entrollt und aufgestellt. Es dauerte eine Viertel Stunde, bis die Wachmänner anmarschiert kamen und die Aktivisten aufforderte, zu gehen. Nachdem sie überhört wurden, riefen sie die Polizei, die eine weitere Viertelstunde später mit einem Streifenwagen angefahren kam. Vier Aktivisten hatten zwischenzeitlich die Baustelle wieder verlassen, die anderen vier blieben dort und hielten das Transparent. Die Polizei nahm Personalien auf und sprach sehr lange mit den Aktivisten, dann kamen noch ein paar Beamte hinzu. Erst gegen 7:30 Uhr verließen die Aktivisten den Feldherrenhügel ohne weitere Hinderung durch die Polizei. Es wurden Platzverweise ausgesprochen – ob die Aktivisten mit weiteren Maßnahmen zu rechnen haben, ist eher unwahrscheinlich, denn die Aktion war friedlich und symbolisch und wurde selbständig beendet.

Vielen Dank an die Aktivisten! Prima Aktion – vor allem genau zur rechten Zeit, wo die Bahn nun doch glaubt, wieder weiterbauen zu dürfen und sich über eine richterliche Anordnung hinwegzusetzen!

Oben bleiben!

Mehr auf www.cams21.de

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11 Antworten zu 31.10.2011 #s21 #cams21 Morgendliche friedliche Pflanzaktion auf dem Feldherrenhügel

  1. Dominik schreibt:

    Heute ist der 31.10.2011! Kannst du das bei cams21 und den Tweets auch noch ändern?

  2. Donnawetta schreibt:

    Super Aktion! Vielen Dank!

  3. Nina schreibt:

    Klasse Aktion:-)

  4. Arno Nühm schreibt:

    Und in der letzten Nacht wurden in Stuttgart im Anschluss an die Montagsdemo zahlreiche Plakate der S21-Befürworter zerstört. Waren das auch die friedlichen Gegner oder die radikalen Gegner? Es waren jedenfalls keine Demokraten, denn die akzeptieren ja auch andere Meinungen.

  5. Zwuckelmann schreibt:

    Arno, damit müssen wohl beide Seiten leben. Hier im Osten liegen sowohl Ja- als auch Nein-Plakate zerstört auf dem Boden. Was mich etwas stört: sie greifen oft genug an und bezweifeln unsere Friedlichkeit – in Ihren Reihen gibt es aber ebenso genügend schwarze Schafe. Die Welt ist nicht schwarz-weiß, die Proler die Guten, die Gegner die Bösen. Ein bisschen mehr Differenzierung darf man schon verlangen!

  6. Oben bleiben schreibt:

    sollte auch für alle Plakate gelten. Lieber Zwuckelmann, verfassen Sie doch mal einen Aufruf (kurzer Eintrag im Blog), keine Plakate zu beschädigen, weder von Gegnern, noch von Befürwortern. Das sollte selbstverständlich sein, aber manchem könnte eine kleine Erinnerung vielleicht helfen.

  7. Arno Nühm schreibt:

    Das, was ich gesehen habe, war, dass Befürworter-Plakate zerstört waren und die „JA“-Dinger noch hingen.Es gibt in der Tat auf beiden Seiten schwarze Schafe. Mein Eindruck ist aber, dass ein Großteil der Gegner mittlerweile grau ist (Dank Abwanderung vieler weißer Schafe) und es viele schwarze Schafe gibt,Sie schreiben von sich auch als „radikalisiert“ und übertreten bewusst Gesetze.

  8. Bahnfahrer schreibt:

    Hallo Herr Zwuckelmann,die Aussagen zu den zerstörten und entfernten Plakaten nach der letzten Montagsdemo kann ich leider nur bestätigen. Nachdem bereits letzte Woche mehrere Plakate für Stuttgart 21 (die direkt in Sichtweite der Mahnwache hingen) mehrfach beschädigt, übermalt und beklebt wurden, sind diese jetzt nach der Montagsdemo komplett verschwunden. Die Plakate, die gegen Suttgart 21 werben, sind soweit ich sehen konnte alle unbeschädigt und hängen noch.Was bedeutet in diesem Zusammenhang „friedlicher Widerstand“?Und Nein – ich will jetzt nicht, lesen, daß irgendwann irgend einer auch Plakate der Gegner zerstört hat. Wir wissen leider alle, daß es auf beiden Seiten solche Idioten gibt. Aber es ist doch klar erkennbar, daß vor allem rund um den Bahnhof von Teilen der S21-Gegner keine Aussagen für Stuttgart 21 „geduldet“ werden.Ich hätte es z.B. anständig und toll gefunden, wenn die Mahnwache hier mäßigend eingeschritten wäre. Oder ist diese nicht mehr rund um die Uhr besetzt?Ich finde es schade, daß sich die Stuttgart 21 Gegner von solchen Zerstörungen nicht distanzieren.

  9. Zwuckelmann schreibt:

    @Bahnfahrer: wenn Sie tatsächlich ein Bahnfahrer sind, dürfte es für Sie ein Leichtes sein, mal zur Mahnwache zu gehen und sich zu erkundigen, wie es dort nachts zugeht. Die Erzählungen über die Pöbeleien gegenüber den Mahnwächtern und die Gewaltätigkeiten gegenüber Plakaten und Widerstandskunst am Bauzaun ist interessant, erschreckend und leider Normalität! Ein Aufwiegen der Schwere der Tätlichkeiten beider Seiten führt genauso zu nichts wie eine Distanzierung meinerseits zu irgendwelchen Taten. Und wenn ich von einer friedlichen Aktion berichte, halte ich es auch für nicht sehr sinnvoll, eine vollkommen andere Situation als Begründung für die scheinbare Unfriedlichkeit des Widerstands zu bemühen.

  10. Grünling schreibt:

    Hallo Herr Zwuckelmann, es wäre schön, wenn sie Ihre vielgepriesene Friedlichkeit durch, ich nenne es mal so, verbale Abrüstung weiter verdeutlichen würden. Ich unterstelle Ihnen selbstverständlich, dass sie das Zerstören von Plakaten strikt ablehnen. Aber es würde Ihnen gut anstehen, diesen und ähnliche Punkt deutlicher zu machen.

  11. Bahnfahrer schreibt:

    Hallo Herr Zwuckelmann,ja ich bin tatsächlich Bahnfahrer und zwar seit vielen Jahren täglich. Das ist auch einer der viele Gründe, warum ich für Stuttgart 21 bin und am 27. November „Nein“ ankreuzen werde, aber das ist eine andere Sache.Ja ich bin tatsächlich schon an der Mahnwache gewesen und habe mich erkundigt, warum Plakate der Stuttgart 21 Befürworter immer sofort abgerissen/entfernt werden und die Plakate der Gegner meistens eben nicht. Vor allem hat mich interessiert, wie man sich zu den vielen unsäglichen Beleidigungen am Bauzaun stellt (vielleicht kennen Sie das Goebbels-Plakat mit OB Schuster drauf). Mir wurde lapidar geantwortet: wenn mich etwas stört solle ich das halt abnehmen oder anzeigen. Ich habe dann von beidem Abstand genommen, da ich mich zu keiner der beiden streitenden Seiten zähle. Ich habe zwar meine Meinung zu Stuttgart 21, aber mein Lebensinhalt besteht nicht darin die Stadt mit Aufklebern vollzupflastern oder diese wieder abzukratzen.In meinem Statement oben wollte ich eben NICHT, daß Taten von irgend welchen Idioten auf beiden Seiten gegeneinander aufgerechnet werden.Mir kommt es nur merkwürdig vor, wenn bei Aktionen der S21-Gegner stets betont wird, diese wären „friedlich“ und Gleichzeitig eben keine Distanzierung von nicht friedlichen Aktionen erfolgt. Ich stelle mir schlicht die Frage warum muß diese Friedlichkeit betont werden, wenn es doch selbstverständlich ist und warum erfolgt keine für mich sichtbare Distanzierung von nicht friedlichen Aktionen?

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