26.06.2011 #s21 Bahn besteht den selbst und geheim berechneten Stresstest! Wen wundert’s!?

Heute morgen traf mich unverhofft die Schlagzeile im Käsblatt Sonntag Aktuell, der „siebten Ausgabe Ihrer Tageszeitung“: „S21 besteht Stresstest“. Nur 40 Mio. Euro müssten zusätzlich investiert werden, damit der neue Bahnhof die Vorgaben aus der sogenannten Schlichtung erfüllen würde. Die Ergebnisse des Stresstests, der von der Bahn durchgeführt wurde, würden nun noch „von Verkehrsexperten der Schweizer Firma SMA bewertet. Das Votum dieser Gutachter beendet den Test.“
Das nenne ich einmal wieder Qualitätsjournalismus! Lieber Michael Isenberg, liebe SA-Redaktion, wie Sie ja selbst schreiben, beendet das Testat von SMA den Stresstest. Wie können Sie dann titeln, dass der Stresstest bestanden sei? Oder wissen Sie bereits, wie das Ergebnis von SMA ausfällt? Oder halten Sie das positive Ergebnis des SMA-Gutachtens für eine reine Formalität?
Natürlich wird der Stresstest von der DB bestanden! Wie sollte es anders sein? Genauso könnten Sie Schüler bitten, ihre Klausuren selbst zu korrigieren und zu benoten – das Ergebenis wäre ähnlich eindeutig! Genau deshalb bedarf es ja eines Korrektivs, eines unabhängigen Gutachtens, ob die Ergebnisse, die die DB in ihrer Simulation liefert, tatsächlich verlässlich sind!
Nun darf man nur hoffen, dass das Gutachten der SMA tatsächlich kein Gefälligkeitsgutachten eines Unternehmens wird, das einen guten Teil seines Umsatzes mit Aufträgen der Deutschen Bahn generiert.
Weiterhin nicht akzeptabel bleibt für mich jedoch die Tatsache, dass nur wenige Tage zur Prüfung der Ergebnisse des von der SMA begutachteten Stresstests bleiben, bis weitere Großaufträge vergeben werden. Wie bereits früher schon geschrieben, ist die Bahn offenbar noch immer nicht daran interessiert, die Situation in Stuttgart zu befrieden, sondern wird weiterhin argumentieren, dass das Projekt demokratisch legitimiert sei und nun sogar den Stresstest bestanden hätte. Die Bahn und auch die anderen Verantwortlichen des Projekts sollten endlich einmal verstehen: Formalitäten ersetzen kein Vertrauen! Und solange das Vertrauen in dieses Projekt fehlt, wird es dagegen Widerstand geben.
Oben bleiben!

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