17.03.2011 #s21 #k21 Blockadefrühstück mit Jonathan, Kälte, Nebel, Baufahrzeug und Polizei

Wie die letzten Tage auch schon sind wir inzwischen wieder so viele (12-15), dass wir uns zwischen GWM und NF aufteilen konnten. So langsam bekommen wir schon Entzugserscheinungen, denn es passierte wieder überhaupt nichts. Es fuhren zwar viele LKW auf den Straßen, die wollten aber alle nicht zu unseren Baustellen. Fast schon waren wir enttäuscht, dass kein blockierenswertes Fahrzeug zu uns in den Parkplatz am Nordflügel fuhr. Schließlich um 7:20 kam dann der Pritschenwagen des Brunnenbohrers, den wir aber in die Baustelle einfahren ließen. Kurz darauf kam ein Laster von der Brunnenbohrfirma mit einer Palette „Füllbinder“, den wir bereits an der Kurve an der Weiterfahrt hinderten. Der LKW-Fahrer stellte den Motor ab und wartete. Die Kälte und Nässe wurde etwas verscheucht durch Jonathans Protestlieder. Kurz darauf fuhr der Pritschenwagen wieder weg und bog auf die Heilbronner Straße ein. Doch offensichtlich wollte der gar nicht wegfahren, sondern sich nur hinter den Laster stellen, damit dahinter ein zweites Fahrzeug steht. Er drehte also oben auf der Heilbronner, fuhr wieder runter und stand kurz darauf hinter dem LKW. Andere Fahrzeuge wurden übrigens nicht behindert, da wir die Warnbarken, die die zweite Spur verengten, kurzerhand beiseite schoben. Dann verlegten wir die Blockade direkt vor die Baustelleneinfahrt. Es dauerte bis 8:15, bis der erste Streifenwagen ankam. Der Viersterne-Polizist, der uns bereits von seinen Beschreibungen der Stuttgarter Arrest-Zellen (Fäkalien etc.) bekannt war, sprach die Bockierer an. Es wurde diskutiert, aber schließlich wurde die Blockade ohne weitere Maßnahmen aufgelöst und der LKW konnte in die Baustelle hinein. Es gab weder Platzverweise noch Anzeigen.

Gestern war die Elefantenrunde im SWR mit Mappus und Schmid. Mappus Einlassungen zu S21 empfand ich wieder entsetzlich! Warum spricht er andauernd davon, dass die Bürger früher und besser eingebunden werden müssen, will dies aber mit Händen und Füßen für S21 verhindern? Wenn man dies ernst meint, ist es nie zu spät für eine Beteiligung! Und es gibt schlichtweg keine Verträge, die man nicht kündigen könnte! Es ist immer nur eine Frage des Preises, wie Herr Schmid deutlich herausstellte. Mappus Aussage, dass die sogenannte „Schlichtung“ zu einer Entspannung der Lage und Versöhnung der Bevölkerung geführt hätte, ist außerdem ignorant! Es haben auch nicht alle den unsäglichen „Schlichterspruch“ akzeptiert, wie Mappus weismachen will – nicht mal die CDU hätte ihn akzeptiert, wäre er anders ausgefallen. Will er nicht wahrnehmen, das Montag für Montag mehrere Tausend Bürger gegen S21 und für K21 auf die Straße gehen? Will er die vielen Zehntausend auf den Großdemos nicht sehen? Ich fürchte tatsächlich, dass er inzwischen die Augen verschließt und hofft, dass alles Friede Freude Eierkuchen ist, ganz wie ein Kleinkind, das glaubt, dass Dinge verschwinden, wenn man die Augen schließt. Der 27.03. wird Mappus hoffentlich die Augen weit öffnen!

Oben bleiben!

Nachtrag: hier nun noch ein sehr guter Kommentar aus Spiegel Online: Das Märchen von den sieben Meilern http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,751454,00.html 

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