01.03.2011 #s21 #k21 Riesen Inszenierung beim heutigen Blockadefrühstück – klar, die Presse war auch anwesend

Das heutige Frühstück an der Baustelleneinfahrt zur Grundwasserentzugsanlage verlief wirklich so ganz anders als sonst. Die Vermutung liegt nahe, dass zumindest einiges von der Polizei und der Bauleitung inszeniert wurde, da sich heute die Presse im Schlepptau einer Politikerin angesagt hatte. Einzelne Punkte, die für eine Inszenierung sprechen: Bereits sehr früh stand der erste LKW, der in die Baustelle einfahren wollte, etwa dreihundert Meter von der Baustelleneinfahrt entfernt am Rand der Straße und wartete dort, anstatt zu einem Zeitpunkt einzufahren, an dem wenige bis keine Leute an der Zufahrt waren. Er wartete dort bestimmt über eine Stunde. Weiterhin dauerte es extrem lange, bis die Polizei kam und nochmals länger, bis der Polizeizug anrückte. Obwohl heute zehnmal so viele Blockierer vor Ort waren, rückte die Polizei mit derselben Besetzung wie gestern an, also fünf Wannen. Dabei ist ja bekannt, dass Dienstags immer wesentlich mehr Leute vor Ort sind. Ein Baufahrzeug, dass auf der anderen Seite hinter einem blockierten Bauarbeiterbus stand, war kurz nach Auflösung der Blockade auf der Baustelle am Nordflügel. Die Vermutung liegt nahe, dass der Pritschenwagen speziell dazu am GWM war, um die Blockade zu einer Nötigung zu machen. Und schließlich wurden heute von der Polizei nur die Sitzblockierer selbst und keine umstehenden Beobachter festgehalten. Und auch nur die Sitzblockierer bekamen einen Platzverweis – in den letzten Tagen genügte schon die weiträumige, unbeteiligte  Anwesenheit, um von der Polizei aufgegriffen zu werden und einen Platzverweis zu erhalten. Insofern verlief der heutige Morgen vorbildlich nach Polizeilehrbuch, dauerte auch schön lange, damit die Presse jede Kleinigkeit und jedes Detail aufschreiben konnte – und genauso wird wahrscheinlich das Bild werden, das die Presse von diesem Morgen malen wird. Wer’s noch nicht mitbekommen hat, es ist Wahlkampf!!! Mir liegt es schon wieder auf der Zunge, ich sags aber nicht … L g n p c k

Aber der Reihe nach: Ab sechs Uhr versammelten sich etwa 50 Befürworter von K21 vor der GWM-Einfahrt. Das Versorgerteam war wie Dienstags immer auch vor Ort. Es dauerte bis kurz vor sieben, bis der LKW, der bereits seit langem in einiger Entfernung gestanden hatte, losfuhr und auf der Abbiegespur an der Weiterfahrt gehindert wurde. Nach ca. 20 Minuten kam der Kamerawagen der Polizei und tat, was sie immer tun: filmen von allen Seiten. Dann kam noch ein weiterer LKW, wobei wir darauf achteten, dass beide LKW auf der Abbiegespur Platz fanden, damit beide Fahrspuren frei blieben. Das war, als der dritte LKW kam, nicht mehr möglich. Auf der Seite von der Innenstadt kam ein weißer Bus angefahren und wurde auch blockiert, versuchte sich aber durch die Menge zu drücken, bis er steckenblieb. Danach reihte sich der Pritschenwagen ein, der nach Auflösung der Blockade am NF stand, ohne dass er in der Baustelle des GWM etwas abgeliefert oder aufgenommen hätte. Hinter diesen Pritschenwagen stellte sich dann noch ein Baufahrzeug, so dass um 7:30 bestimmt 6 Fahrzeuge nicht in die Baustelle einfahren konnten. Schließlich rückte die Polizei mit fünf Wannen an – nicht die Biberacher wie gestern, sondern Stuttgarter. Sie sammelten sich vor der Expressguthalle und liefen dann hinüber und umstellten die Sitzblockierer, die nach einer Aufforderung der Polizei noch nicht weggegangen waren. Alle anderen durften unbehelligt daneben stehen. Es saßen bestimmt 20 Personen vor der Einfahrt, dadurch dass die Polizei aber auch nur mit so wenig Leuten vor Ort war, dauerte die Räumung extrem lange. Die Blockierer wurden fotografiert und ihre Personalien wurden aufgenommen. Sie erhielten einen Platzverweis. Gegen 8 war die Einfahrt frei, die Fahrzeuge konnten hineinfahren und die Versammlung löste sich auf.

Neben der Inszenierung fällt zusätzlich auf, dass die Polizei seit einigen Tagen keine Pressemitteilung mehr herausgibt über die morgendlichen Blockaden, auch wenn mal eben ein Großaufgebot der Polizei zur Baustelle ausrücken muss. Auch hier wird also plötzlich geschwiegen, wohingegen über jede andere Lapalie weiterhin eine Pressemeldung erstellt wird – ein Schelm, wer so kurz vor der Wahl irgendetwas Böses dabei denkt! Im Archiv von Januar bis Mitte Februar ist brav jeden Tag eine Meldung erstellt worden, irgendwann im Februar endet diese amtliche Berichterstattung (http://org.polizei-bwl.de/ppstuttgart/Presse/Seiten/default.aspx)

OBEN BLEIBEN!

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2 Antworten zu 01.03.2011 #s21 #k21 Riesen Inszenierung beim heutigen Blockadefrühstück – klar, die Presse war auch anwesend

  1. planb schreibt:

    Wäre es nicht sinnvoll gewesen bei dieser offensichtlichen Showverantstaltung einfach mal die Blockade zu beenden?Das würde uns mal wieder unberechenbarer machen (dewegen fluchen die doch eh schon, da sie nicht einschätzen können wann wir was machen).Konnte heute leider nicht dabei sein.Danke für Deine tollen Berichte.

  2. ebse schreibt:

    Danke für den Bericht!Ich bin immer wieder erstaunt, wie leicht sich z.B. die Mitarbeiter der Baufirmen instrumentalisieren lassen, alles mitzumachen, was wohl auch von der Pozelei so geplant wird. So sind wir Deutschen halt. Ohne Rückgrat – nach wie vor.Meine Meinung – übrigens das.

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