Sukzessive bedarfsorientiert

„Das Grundwassermanagementsystem wird sukzessive bedarfsorientiert ausgebaut.“

So beschreibt die Bahn heute in schönsten Marketingdeutsch in einer Pressemitteilung die Tatsache, dass sie nun also damit fortfährt, das Grundwassermanagement für die genehmigten 3 Milliarden Liter zu errichten, obwohl klar ist, dass sie eigentlich 6,8 Milliarden Liter abpumpen muss. Für die erhöhte Entnahme gibt es bisher keine Genehmigung. Außerdem ist für diese enorme Wassermenge ein zweites Grundwassermanagementsystem notwendig mit wesentlich mehr Rohrleitungen bzw. mit Rohren mit deutlich größerem Durchmesser.

Die Bahn schafft also erneut dreist Fakten, obwohl es gerade aktuell massive Bedenken der städtischen Wasserbehörde gibt, ob die Erhöhung so, wie die Bahn sie geplant hat, überhaupt durchführbar ist. 45 Punkte sind für die Wasserbehörde offen und von der Bahn bisher nicht geklärt. Solange diese, teilweise sehr kritischen Punkte nicht geklärt sind, wird eine Erhöhung der Wassermenge nicht genehmigt werden.

Doch das stört die Bahn nicht. Sie baut munter weiter am Grundwassermanagement im guten Glauben, dass die Genehmigung für die doppelte Menge Wasser eine reine Formsache sei. Damit setzt sie systematisch und mit Ansage alle Projektbeteiligten bereits jetzt massiv unter Druck. Denn falls die Bahn keine Genehmigung für die doppelte Entnahmemenge erhalten sollte, bliebe ihr nur, den Bahnhofstrog zumindest teilweise unter Wasser zu betonieren. Dies ist möglich, treibt aber die Kosten enorm in die Höhe, sodass spätestens dann der Kostendeckel unleugbar gesprengt ist.

Von meiner Seite kann die Bahn zumindest sicher sein, dass ich mich ihr beim Weiterbau des GWM und der Rohre erneut und regelmäßig in den Weg stellen werde – sukzessive bedarfsorientiert!

Oben bleiben!

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5 Antworten zu Sukzessive bedarfsorientiert

  1. Erika Rosenwinkel schreibt:

    Zwuckelmann, einfach nur DANKE!
    Wir werden: Oben bleiben!

  2. Ralf Laternser schreibt:

    Unter Wasser betonieren ist vorerst nicht möglich!

    Dafür gibts weder eine konkrete Planung – und schon gar keine Genehmigung!

  3. Liselotte schreibt:

    „Von meiner Seite kann die Bahn zumindest sicher sein, dass ich mich ihr beim Weiterbau des GWM und der Rohre erneut und regelmäßig in den Weg stellen werde – sukzessive bedarfsorientiert!“
    Danke.

  4. Arnold schreibt:

    Ich habe den Eindruck Gesetze und Bedenken sind für Big Money immer nur eine Formsache. Die Bahn hätte auch wegen der Schräglage des Bahnhofes keine Genehmigung erhalten dürfen. Die Anpassung der Gesetze war hier auch nur Formsache. Die Bahn weiß genau, dass dieser Bahnhof aufgrund des Brandschutzes nicht genehmigungsfähig ist und dass der Kopfbahnhof wegen der Gesetzeslage nicht abgebaut werden kann. Mit viel Geld lässt sich bislang alles bewerkstelligen. Die Mehrheit der ahnungslosen Bürger wird mit falschen Darstellungen indoktriniert so dass jede demokratische Abstimmung gewonnen wird. Politiker werden gekauft (das läuft oft so subtil ab, dass die das selbst nicht merken) und somit die Gesetze entweder auf Linie getrimmt oder so undurchsichtig gestaltet, dass es nur eine Frage der Anzahl der engagierten Rechtsanwälte ist ob man Recht bekommt oder nicht. Bisher hat das alles funktioniert.
    Unerwartet schief gelaufen ist Big Money, dass eine überraschend große Zahl an Bürgern plötzlich anhaltend Widerstand leistet; so, dass sie noch nicht mal ihren eigenen Kandidaten – diesmal sogar ein Strippenzieher anstelle einer Marionette – durch die Wahl bringen.
    Die Bahn hat jedoch keinen Alternativplan. Das heißt sie kann gar nicht anders, als so tun, als wäre nichts passiert. Die Fassade wird also aufrecht erhalten. Man möchte sich zumindest das Stimmvieh aus der Volksabstimmung gewogen halten. Man hofft auch, dass auch die Widerständler resignieren. Stünde die Bahn nicht mit dem Rücken zur Wand, könnten sie souveräner handeln. Wenn die Bahn tatsächlich glaubte, sie bekäme ihr Grundwassermanagement noch in trockene Tücher, würde sie gleich größere Rohre einbauen.
    Das gebaren der Bahn erinnert ein wenig an die Nazis kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs. Alle wussten schon dass es zu Ende geht aber die Hardliner zerstörten noch was ging.

  5. horstosius schreibt:

    …….die Bahn „AG“ hat mit Landesvatersvice Hilfe erkannt, daß die schönen blauen Rohre- noch spärlich verlegt-nicht zum erhofften (finanziellen) Erfolg für den „land-art“ Tourismus mitten im Herzen Europas geführt hat. Den aus aller Welt einströmenden Touristen bleibt bis jetzt die Spucke weg, wenn diese von der mit viel Liebe und enormen Kostenaufwand errichteten Aussichtsplattform auf das gräßliche „blue art-managementobjekt“ hinüberblicken. Bedarfsorientiert bleibt da nur eine Lösung: Rohre verdoppeln und sukzessive verdreifachen. K(l)otzen auf (Teufel) Kretschmann komm raus. Alle Welt trifft sich hier mitten im Schlamm um Kretschmanns (blaues) Wunder, den JahrhundertmurkS21 zu huldigen. Kinder unter 6 Jahren werden großzügig vom Eintrittsgeld befreit. Eine generöse Tat der Landesregierung BW, zählt doch jeder cent zur Wiederherstellung des Urzustands……..einschließlich dem Abbau des temporären „Kunstrohrenobjektes“, einer genialen Idee schwäbischen Tüftlertums gepaart mit gesamtdeutscher Ingenieurskunst.
    Kurz swabian-mixt-art genannt.
    Meine Hoffnung, daß diese Rohre aus Jux der Bahn und Tollerei der Regierund nie mit Grundwasser gefüllt werden müssen.

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