7.10.2011 #s21 #cams21 Sektfrühstücksdemo am GWM

Die ganze Nacht hindurch lief der Dieselmotor der Scheinwerfer, die den Feldherrenhügel taghell erleuchteten (gibts kein Strom im GWM???). Nachdem die Polizei gestern Abend bereits die Hamburger Gitter weggeschafft hat, meinte der Sicherheitsdienst wohl, dass die Baustelle in Gefahr wäre, wenn sie so im Dunkeln daliegt.

Heute morgen trafen wir uns erneut am GWM, um unseren kleinen Etappensieg etwas zu feiern. Es war damit zu rechnen, dass die Hölschers heute wie üblich nicht arbeiten würden – und so war es dann auch. Nur „Vokuhila“ bzw. „der Zuhälter“ fuhr in einem Affenzahn ans Tor heran und hat sich wahrscheinlich diebisch gefreut, dass er uns überlistet hat – dabei hätten wir heute zum Aufräumen alle Fahrzeuge hineinfahren lassen. Irgendwann kam auch Astrid. Aber außer ihnen gab es nur Polizeiverkehr. Diese war übrigens auch wie üblich an der Expressgüterhalle mit mehreren Wannen vor Ort. Die Einsatzpläne stehen und werden natürlich durch ein Gerichtsurteil nicht sofort geändert – und ob die Bereitschaft nun hier steht oder woanders, ist letztlich wurscht.

Wir feierten den Baustopp mit Sekt, Brezeln, sehr leckerem Kuchen und viel guter Laune – wenngleich wir uns wohl darüber bewusst sind, dass die Reaktion des Eba noch aussteht und der Baustopp auch nur das GWM und die Rohre betrifft. Selbst von weit her kamen unsere Urlaubsdemonstranten extra für diese kleine Feier. Um 7:30 fing es dann leider an zu regnen, so dass sich die Versammlung auflöste – aber schön war es!

Ich werde kommende Woche auf meinem Weg zur Arbeit beobachten, was im GWM passiert. Sollte das Eba den Sofortvollzug genehmigen oder sollte wider Erwarten doch erkennbar weiter- und nicht zurückgebaut werden, werde ich der erste sein, der morgens wieder vor dem Tor steht, um gegen die Dreistigkeit zu Demonstrieren, mit der die Bahn sich wieder und wieder über geltendes Recht hinwegsetzt. Selbst wenn das Eba den Sofortvollzug formal genehmigen darf, werde ich dagegen demonstrieren, dass mit einem bürokratischen Amtsakt im Handstreich ein Urteil des höchsten Baden-Württembergischen Verwaltungsgerichts ausgehebelt werden kann. Wir leben schließlich in einem Rechtsstaat und in keiner Bananenrepublik!

Jetzt erst einmal allen Befürwortern eines vernünftigen Bahnverkehrs ein wunderschönes Wochenende!

Oben bleiben!

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