15.04.2011 Nach #SWR und #StZ ist Grün-Rot bereits gescheitert. Wie lächerlich und entlarvend!

Wie lange dürfen Koalitionsverhandlungen dauern? Wann darf man die Arbeit einer neuen Regierung beurteilen? Diese Fragen kann man sich stellen, wenn man aktuell die Berichterstattung über die Koalitionsverhandlungen von Grünen und der SPD in Stuttgart verfolgt. Die neu gewählte Regierungskoalition ist noch nicht einmal im Amt, es steht noch nicht einmal der Koalitionsvertrag, und schon wird von allen Seiten auf die künftige Regierung eingedroschen. Ein solcher Vorgang ist mir bisher noch bei keiner neuen Regierung derart extrem aufgefallen. Die Wahl ist keine drei Wochen (!) her und die Kommentatoren von Zeitung, Funk und Fernsehen tun so, als ob die Koalitionsgespräche nahe am Scheitern wären und Grün-Rot bereits im Ansatz gescheitert wäre.

Dass gerade Stuttgart 21 ein schwieriges Thema in den Verhandlungen sein würde, war von vornherein klar. Dass es in diesem Punkt zu einer schnellen Einigung kommen würde, war von vornherein unrealistisch. Jetzt aber auf die Parteien, vor allem auf die Grünen, einzuschlagen, als wäre dieser Vorgang bereits der Anfang vom Ende und etwas Ungeheuerliches, was es so noch nie bei Koalitionsverhandlungen gegeben hätte, ist unfair und unter der Gürtellinie. (Vor allem die Grünen als Einthemenpartei zu bezeichnen, ist lächerlich. Gleichzeitig wird so getan, als ob die Grünen die Bremser wären und die gesamte SPD hinter S21 stünde. Dies wird weder von der Parteiführung noch von den Medien hinterfragt. Dabei bin ich mir sicher, dass bei einer Befragung der SPD-Basis die SPD ihre Linie zu S21 revidieren müsste.)

Dieses übereilt-pseudokritische Berichten und Kommentieren der Stuttgarter Zeitung und des SWR über die Koalitionsverhandlungen ist ungeheuerlich – es zeigt aber letztlich nur umso eindringlicher, wie sehr sich beide Häuser in dem Filz der letzten 58 Jahre eingenistet und es sich gemütlich gemacht haben. Auch diesen Medien werden durch die neue Regierung Veränderungen ins Haus stehen – dieser frische Wind ist offenbar dringend notwendig und sollte bis in die hinterletzte Ecke reichen!

Oben bleiben!

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2 Antworten zu 15.04.2011 Nach #SWR und #StZ ist Grün-Rot bereits gescheitert. Wie lächerlich und entlarvend!

  1. observer schreibt:

    Es it wirklich ungeheuerlich, daß die Presse die Verhandlungen über die zukünftige Regierung kritisch kommentiert. Bei der alten Regierung war das ja ok, man konnte Kritik als Beweis für deren miese Arbeit feiern. Aber jetzt haben die ihre Haltung zu ändern. Wozu brauchen wir nach dieser Wahl noch Pressefreiheit???

  2. Grüner schreibt:

    Das sehe ich ganz genau so wie Observer. Die Grünen wollen das Gute, da muss man wirklich nicht so auf Details gucken. Und das mit der Volksabstimmung ist ja auch nur sinnvoll, wenn man vorher weiß dass die Guten gewinnen.

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