24.02.2011 #s21 #k21 Frühstücksblockade, Platzverweise, Nötigung … Neuigkeiten vom #NF und #GWM

Kaum haben wir uns heute Morgen gegen 6 Uhr darüber unterhalten, ob nun noch eine Halle um die blauen Tanks am GWM gebaut wird oder nicht, kam auch schon der erste Kleinbus mit Anhänger mit irgendwelchen Blechteilen angefahren. Er stand vor der Expresshalle und der Fahrer kam zu Fuß herüber, um irgendwas mit den Wachleuten zu klären. Dann fuhr er quer über die Straße in die Einfahrt zum GWM. Nach einer kurzen Behinderung durfte er dann aber in die Baustelle einfahren, weil er quer über die gesamte Straße stand und wir ja keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährden wollen. Wir waren gerade drauf und dran, uns ein anderes Betätigungsfeld zu suchen, als ein großer LKW mit Hallenteilen angefahren kam. Der verpasste aber die Baustelleneinfahrt, konnte auch nicht zurücksetzen und musste deshalb etwas weiter fahren und drehen. Auf der Gegenseite standen dann plötzlich ein paar Leute vor ihm, so dass er widerwillig anhielt. Er versuchte zwar weiterzufahren, die Leute vor ihm blieben aber standhaft. Nachdem nach vielen Minuten schließlich eine Polizeistreife kam und Verstärkung anforderte, kam dann noch auf der anderen Straßenseite ein großer Schwerlastkran angefahren. Wir teilten uns, so dass nun LKW und Kran nicht weiterfahren konnten. Kurz darauf kam dann das Großaufgebot der Polizei und nahm auch wieder von Unbeteiligten, die nur dabei standen oder gerade erst zum GWM gekommen waren, die Personalien auf und sprach Platzverweise mit hanebüchenen Begründungen aus. Der LKW wurde wunderbar lange blockiert (Danke Euch beiden!!!). Die Polizei stellte sich direkt vor den blockierten LKW, so dass die Blockierer zwischen LKW und Polizeistreifenwagen standen. Die Polizei stellte ihre Sprechanlage auf volle Lautstärke und föhnte den beiden Blockierern ihr Sprüchlein in ziemlich genervten Ton entgegen. Besser als jeder Film! Dann wurden die Blockierer beiseite geführt, Personalien wurden aufgenommen und ein Platzverweis wurde auch ihnen ausgesprochen. Ob Anzeigen wegen des Verdachts auf Nötigung folgen, weiß ich nicht. Andere Fahrzeuge wurden nicht behindert.

 

Mir wurde wieder kein ordentlicher Platzverweis ausgesprochen. Ich wollte die Blockade von der anderen Straßenseite fotografieren, wurde dann aber von Polizisten aufgehalten, die meine Personalien aufnahmen. Als er mich nach meiner Telefonnummer fragte („damit wir Sie erreichen können“ … Hallo? Warum muss die Polizei mich erreichen können??), fragte ich ihn, ob ich sie ihm geben müsse. Daraufhin wurde er schon ungehaltener und antwortete mir mit irgendeinem blöden Spruch. Ich bat ihn, mir auf meine Fragen vernünftige, verständliche Antworten zu geben. Am Schluss fragte mich der Polizist nur, ob ich die Polizeidurchsage gehört hätte. Ich fragte ihn, was er meine und ober er nicht einfach verständlicher und ordentlich mit mir sprechen könne. Dann wurde er nur noch pampiger, fing an, mich fast anzuschreien, so dass wir das Gespräch lieber beendeten. Er gab mir meinen Ausweis zurück und forderte mich auf, zu gehen.

 

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Ich versuche es noch mal, da die Polizei vielleicht ja doch mitliest: Liebe Polizei,

unsere Aktionen richten sich nicht gegen Sie, sondern sind unsere Art, unseren Protest gegen das Projekt Stuttgart 21 zu zeigen. Dass Sie genervt sind, ist verständlich. Wir müssen aber von Ihnen ein Mindestmaß an Professionalität verlangen, wozu auch gehört, dass Sie uns genauso korrekt behandeln wie wir Sie! Sie müssen nicht schreien, Sie müssen nicht versuchen, uns einzuschüchtern, Sie müssen Ihre schlechte Laune nicht an uns auslassen. Wir wissen um Ihre undankbare Situation, damit müssen Sie aber als Polizisten professionell umgehen können. Sie wissen genau, dass Ihre Einschüchterungsversuche bei uns keine Wirkung zeigen.

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Jetzt werden die Bauarbeiter also mit der Montage der GWM-Halle beginnen. Aktuelle Webcam-Bilder gibt es auf der Herzileinseite.

 

Nachdem wir dann alle gegangen sind, machte ich noch einen Abstecher zum Nordflügel, wo heute zwei Kräne stehen, die wahrscheinlich für die Montage des Riesenlügenplakats zuständig sind. Außerdem standen auf der Straße zwei Anhänger mit großen Kabeltrommeln. Keine Ahnung, ob das die Starkstromleitungen sind, wegen der die Rohre über den Parkplatz verlegt wurden.

 

Euch allen einen guten Tag! Und OBEN BLEIBEN!

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