20.01.2011 #s21 Das ist doch alles wider die Vernunft!!!

Wir stören wohl schon ziemlich die Kreise von Politik, Bauwirtschaft, Bahn und Polizei. Wie anders ist es zu erklären, dass die Gangart der Polizei weiterhin härter wird und meines Erachtens so langsam an ihre juristischen Grenzen stößt? Herr Stocker wird verurteilt, weil er als Versammlungsleiter einer Demonstration nicht ans Handy ging (wohingegen bzgl. des 30.09.2010 mit Hunderten Verletzter juristisch noch gar nichts passiert ist!) heute wurden die Platzverweise von der Polizei wesentlich schneller und gleich für mehrere Plätze gleichzeitig ausgesprochen; es wurde auch von Festnahmen berichtet; Film- und Fotografieverbote werden offenbar ausgesprochen; die Stadt quillt nur so über von Polizei. Hm, will uns da jemand einschüchtern? Wenn das mal keine Kriminalisierung des Widerstands ist, weiß ich auch nicht, was Kriminalisierung noch bedeuten kann.

Diese ganze Geschichte widerspricht so sehr jeglicher Vernunft, dass es mir im Kopf schon weh tut! Wieso baut man, wenn man noch nicht einmal weiß, ob das angestrebte Ergebnis überhaupt erreicht werden kann? Wieso wissen Frau Gönner, Herr Mappus und neuerdings auch Herr Grube das Ergebnis des Stresstests bereits seit Wochen im Voraus? Wieso können die Projektbefürworter behaupten, alle Risiken im Griff zu haben, und gleichzeitig quillt der Keuper im Engelbergtunnel und verschlingt jährlich Millionen? Wieso tut Herr Mappus so, als ob S21 im Gegensatz zur Rheintalbahn unumkehrbar sei? Er wiederholt und wiederholt, dass „so etwas wie S21“ nicht wieder passieren dürfe, macht aber einfach weiter, anstatt die gemachten Fehler zu korrigieren! Das ist doch widersinnig! Ein gemachter Fehler und das Eingeständnis eines Fehlers ist doch kein Freifahrtschein, einfach in die gleiche Richtung weiter zu machen? Herr Mappus, die doch schwerwiegenden Fehler, die bei der Planung von S21 gemacht wurden, sind korrigierbar! Deshalb ist es als MP Ihre Pflicht, diese Fehler auch zu korrigieren!

Und die Presse? Die deckt immerhin immer wieder einen Skandal nach dem anderen auf (Mappus und EnBW, Mappus und Windreich, Mappus und der 30.09.2011, Gönner und ECE …), verfolgt diese aber nicht weiter, so dass diese ganz schnell, heimlich, still und leise in der Versenkung verschwinden. Im Vergleich zu diesem schwarz-gelben Filz und den juristisch doch sehr fragwürdigen Vorgängen stimmt das Verhältnis einfach nicht: der Widerstand gegen S21 wird zunehmend kriminalisiert, jede kleine Ordnungswidrigkeit wird verfolgt und alle rechtlichen und verwaltungsrechtlichen Möglichkeiten werden aufs äußerste ausgereizt, wohingehen sich Herr Mappus einen Knaller nach dem anderen leisten kann und es passiert nichts!

Auf meinen Vorwurf, dass die Presse auch den Widerstand totschweigt, meinte mein Kollege nur: „Das interessiert doch niemanden mehr! Irgendwann ist genug! Das muss nicht mehr in der Zeitung stehen.“ Das ist das Ergebnis der sogenannten „Schlichtung“. Die Leute glauben, nach dem Faktencheck gehe alles seinen geordneten Gang und die Stuttgarter Welt sei wieder in Ordnung. Wollen oder können sie nicht sehen, dass die Stuttgarter Welt mitnichten wieder in Ordnung ist und dass sich durch den sogenannten „Schlichterspruch“ nichts, aber auch gar nichts geändert hat?

Heute gilt mehr denn je: Seid wachsam! Passt auf Euch auf! Wir brauchen einen langen Atem!

OBEN BLEIBEN!

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Eine Antwort zu 20.01.2011 #s21 Das ist doch alles wider die Vernunft!!!

  1. Peter M. schreibt:

    Das ganze Lamentieren hilft nichts mehr: S21 ist durch, der Fisch ist geputzt, fertig.

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